laufende Projekte

Im Rahmen von F&E-Projekte an der FH Gesundheitsberufe bringen die Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals die spezifische Perspektive und Expertise aus den Gesundheitsberufen ein.
Darüber hinaus erfolgt die Einbindung von Studierenden in anwendungsbezogene Forschungs-und Entwicklungsarbeiten. Dabei haben diese die Möglichkeit, in verschiedenen Rollen und Funktionen an mono- und interdisziplinären F&E-Projekten teilzunehmen und leisten damit maßgebliche Beiträge zur Verknüpfung von Praxis, Lehre und Forschung.

Unter dem Begriff „Subakromiales Schmerzsyndrom“ fallen diverse, klinisch oftmals schwierig zu differenzierende Schmerzzustände der Schulter. Dazu zählen häufig gestellte Diagnosen wie Subacromiales Impingement-Syndrom, Tendinitis calcarea, Bursitis subacromialis, Periarthropathia humeroscapularis oder degenerative Veränderungen der Rotatorenmanschette. Allen Diagnosen gemeinsam ist, dass die schmerzenden und/oder pathologisch veränderten Strukturen die Weichteile der Schulter wie etwa Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel oder die Gelenkskapsel betreffen. Die multidisziplinäre Behandlung dieser Schmerzzustände, welche häufig mit deutlichen Bewegungseinschränkungen der Schulter einhergehen, gestaltet sich in vielen Fällen als relativ langwierig und schließt in nicht wenigen Fällen mit unzufriedenstellenden Behandlungsergebnissen ab.
Als „Osteopressur“ wird eine manualtherapeutische Technik bezeichnet, deren Ursprünge in der Chinesischen Kampfkunst vermutet werden und welche in den letzten drei Jahrzehnten vor allem im deutschsprachigen Raum durch unterschiedliche Therapiekonzepte unter medizinischem Fokus angewandt und weiterentwickelt wurde. Die Technik zielt darauf ab, die Knochenhaut – das Periost – an genau definierten Punkten zu reizen und über bisher nur modellhaft beschriebene Mechanismen der spinalen und supraspinalen Verschaltung eine Veränderung in den Spannungsverhältnissen der behandelten myofaszialen Strukturen zu bewirken.

Ziel des Forschungsprojektes in Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Steyr ist es, die Osteopressur-Technik in einem kontrollierten Setting auf ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit obig genannten Schmerzzuständen der Schulter zu überprüfen. Dafür wurde ein konzeptneutraler, systematisierter Behandlungsablauf erstellt.

  • Laufzeit: 1.2.2018 – 28.2.2019
  • Projektstatus: laufend
  • Projektteam: Ing. Gerhard Rosensteinger, MSc, Patrick Rudelstorfer, BSc, BSc, Dr. med. Evelyn Wimmer
  • Partner: Physikalisches Institut des LKH Steyr, Prim. Dr. med. Franz Lettner, LKH Steyr, Dr. med. Martina Basziszta, LKH Steyr, Dr. med. Gabriele Sandmayr, LKH Steyr, Dr. med. Diana Huber, LKH Steyr, Dr. med. Jacek Pietruszewski, LKH Steyr
  • Forschungseinheit: Studiengang Physiotherapie

Kontakt:
      Patrick Rudelstorfer, BSc BSc

Studienteilnahme:
Patientinnen und Patienten mit obig angeführten Diagnosen werden ersucht, sich für eine Studienteilnahme zu melden, sofern Interesse besteht! Personen, die derart betroffene Patientinnen und Patienten kenne, werden ebenfalls gebeten, diese über die Möglichkeit einer Studienteilnahme zu informieren! Vielen Dank!
Details zur Studienteilnahme finden Sie hier.

Arbeitsbedingte physischen Belastungen bei Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe haben weltweit je nach Region eine Prävalenz von 32 bis 67%. Die drei am häufigsten betroffenen Körperregionen sind der Nacken (39 bis 69%), der untere Rücken (38 bis 48%) sowie die Schultern (28 bis 73%)(Moom et al., 2015; Karakaya et al., 2015; Yue et al., 2012; Korkmaz et al., 2011; Chong and Chan, 2010; Nurul et al., 2010; Cardoso et al., 2009). Ebenso zeigen verschiedenen Studien, das psychische Belastungen bereits von Studierenden während der Praktikumsphasen in der Lehrerinnen-/Lehrerausbildung auftreten (Schaarschmidt and Fischer, 2008; Rothland and Terhart, 2007; Boxhofer, 2015; Cramer, 2012).

Ziel dieses gemeinsamen Forschungsprojektes der FH Gesundheitsberufe OÖ Studiengang Physiotherapie und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (Institut für Forschung und Entwicklung) ist die Vollerhebung der physischen und psychischen Belastungen bei Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe in Oberösterreich.
Zur Datenerhebung wird ein neuer Fragebogen entwickelt, welcher einerseits den Nordic Musculoskeletal Questionare (NMQ) und International Physical Acitivity Questionaire (shortform last 7 days self-administered Format) und andererseits den Big5-Persönlichkeitsfragebogen TIPI 1 und den Kurztest AVEM (11 Items) beinhaltet. Darüberhinaus liegt der Fokus des Projekts liegt auf der Erhöhung gesundheitsbezogenen Selbstkompetenz, die eventuell in einer Handreichung für Primarstufenlehrer/innen (3 Ebenmodell nach D. Nutbeam, 1998; Sorensen et al 2012) mündet.

Kontakt:

  • Peter Hoppe
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmedizin, Gesundheitsförderung, Geriatrie
    +43 50 344-26122

Phantomschmerzen sind pathologische Schmerzzustände, die mit Veränderungen im peripheren sowie im zentralen Nervensystem einhergehen. Therapiemethoden, die versuchen die supraspinale Informationsverarbeitung bei Phantomschmerzpatienten und -patientinnen zu verändern, zeigten in den letzten Jahren vielversprechende Erfolge. Eine innovative Form, die supraspinale Informationsverarbeitung zu beeinflussen stellen die Anwendung von „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ dar. Dr. Max Ortiz-Catalan, ein schwedischer Medizintechniker, zeigte in einer Einzelfallstudie eine beeindruckende Wirkung der von ihm entwickelten Anwendungsform auf.

Ziel des Forschungsprojektes in Kooperation mit der Universität Göteborg und dem Kepler Universitätsklinikums ist es,  die Anwendbarkeit und Effektivität der von  Dr. Ortiz-Catalan entwickelten Therapieform zur Behandlung von Phantomschmerzen an Patientinnen und Patienten nach Amputationen an der unteren Extremität zu testen.

  • Laufzeit: 1.12.2017 – 1.1.2020 (Start der Studie Voraussichtlich April/Mai 2018 am Kepleruniklinikum, Institut für Physikalische Medizin)
  • Projektstatus: laufend
  • Projektteam: Dr. Iris Frenner, Peter Hoppe, MHPE
  • Forschungseinheit: Studiengang Physiotherapie
  • Partner: OA Dr. Christian Mittermaier, Kepler Universitätsklinikum, IPM, Dr. Max Ortiz-Catalan, Chalmers University of Technology, Göteborg (Schweden)

Kontakt:

  • Mag.a Ute Kiesl
    Prakikumskoordinatorin des Studiengangs Physiotherapie, Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt muskuloskelettale Physiotherapie; Betriebsrätin
    +43 50 344-26123
  • Peter Hoppe
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmedizin, Gesundheitsförderung, Geriatrie
    +43 50 344-26122

Wer an einem derartigen Phantomschmerz leidet, wird ersucht sich an Frau Mag. Ute Kiesl zu wenden, wenn Interesse an einer Studienteilnahme besteht. Personen, die derart betroffene Patientinnen und Patienten kennen, werden gebeten, diese über die Möglichkeit einer Studienteilnahme zu informieren.
Details zur Studienteilnahme finden Sie hier.

Die demographische Entwicklung zeigt, dass der Anteil der älteren Bevölkerung und der Hochbetagten in unserer Gesellschaft immer größer wird. Es treten dadurch vermehrt Erkrankungen (Schlaganfall, etc.) auf, welche unter anderem zu einer Dysphagie führen können. Durch die Schluckstörung steigt in weiterer Folge das Risiko einer Mangelernährung.

Zielsetzung dieses Projekts

  • Erhebung der IST-Situation bei geriatrischen Dysphagiepatientinnen / Dysphagiepatienten in der Langzeitpflege in Oberösterreich und Sensibilisierung hinsichtlich der Thematik
  • Darstellung des derzeitigen Ressourceneinsatzes in den Einrichtungen
  • Übersicht der Kostformen und Sicherstellung der Nährstoffversorgung der betroffenen Personen
  • Empfehlungen hinsichtlich der ernährungsmedizinischen / diätologischen Versorgung
  • Laufzeit: 1.5.2017 – 31.10.2018
  • Projektstatus: laufend
  • Forschungseinheit: Studiengang Diätologie
  • Partner: Land OÖ, Direktion Soziales und Gesundheit

Kontakt:

  • Klaus Nigl, M.A.
    Lehrveranstaltungen: Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungs- und Verpflegungsmanagement, Lebensmittelkunde, klinische Diätetik Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie und Intensivmedizin
    +43 50 344-22110

Ziel des Forschungsvorhabens ist, das Wissen und die Erfahrungen der Expertinnen und Experten der Bereiche Geburtshilfe, Anästhesie und Neonatologie auf einer interprofessionellen Ebene zum Thema Mütter mit motorischen und sensorischen Behinderungen im peripartalen Kontext zu ermitteln.
Dieses Projekt folgt auf die bisher zu diesem Themenkomplex durchgeführten Studien:
„Chancengleiche Versorgung in der Geburtshilfe – eine quantitative Erhebung baulicher Maßnahmen und Supportleistungen in den geburtshilflichen Abteilungen Österreichs“ und
„Erfahrungen von Müttern mit motorischer oder sensorischer Beeinträchtigung während Schwangerschaft/Geburt und Wochenbett“ .

  • Laufzeit: 2.1. 2017 – 31.12. 2018
  • Projektstatus: laufend
  • Projektteam: Dr.in Barbara Schildberger, M.A.
  • Forschungseinheit: Studiengang Hebamme
  • Partner: fh gesundheit, fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
  • Publikationen/Vortragstätigkeit:
    Posterpräsentation am Internationalen Hebammenkongress, Toronto 2017 http://www.midwives2017.org/

Kontakt:

lachender Junge mit Buch

Die Beherrschung der Sprache ist eine grundlegende Voraussetzung für die soziale Entwicklung, das schulische Lernen, den beruflichen Erfolg und ein gelingendes Leben. Studien zufolge haben 16,3% aller Kinder in Deutschland zwischen 3,5 bis zur Einschulung Probleme mit der Aussprache. Kinder mit Aussprachestörungen haben ein erhöhtes Risiko eine Störung im Bereich Rechtschreibung und Lesen zu entwickeln. Eine individuelle sprachförderliche Umgebung, die die Ressourcen des Kindes berücksichtigt, ist deshalb erforderlich. Angloamerikanische Studien zeigen, dass die Förderung der Aussprachekompetenz auf breiter Basis notwendig ist. Informierte Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Sprachförderkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von deutschsprachigen Materialien zur multisensorischen Förderung der Aussprache 4 – 7 jähriger Kinder. Diese bestehen aus einer mobilen App für handelsübliche Tablets und begleitenden Leitfäden für Eltern, Sprachförderkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Logopädinnen und Logopäden.

LIFEtool leitete dieses spannende F&E-Vorhaben das gemeinsam mit den Projektpartnern TRAUNER Verlag + Buchservice GmbH, CCP-STUDIO, Fischer Film GmbH, Logopädische Praxis Eva Maria Bukowski und der FH Gesundheitsberufe OÖ umgesetzt wird.

Logo FFG

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des bmwfw und wird im Rahmen des Programms COIN-Kooperation und Netzwerke der FFG (Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) durchgeführt.

Kontakt:

  • Elisabeth Haider, MSc
    Lehrveranstaltungen: Lernen und Arbeiten im Berufsfeld Logopädie, Grundlagen Spracherwerb, Spracherwerbsstörungen, Kindersprachtherapie, Diagnostik und Therapie kindlicher Aussprachestörungen, Qualitätsmanagement in der Logopädie, Bachelor-Seminare
    +43 50 344-25121
  • Doris Detter-Biesl, MSc
    Lehrveranstaltungen: Spracherwerbsstörungen, Einführung wissenschaftliches Arbeiten/Übung, Koordinatorin für Internationales und Marketingkoordinatorin Logopädie
    +43 50 344-25124

Instrumentierende Operationsschwestern und-pflegern verharren während ihrer Tätigkeit oft in einseitigen statischen Haltungen, die zu Belastungen des muskuloskelettalen Apparates in verschiedenen Körperregionen führen. Diese Belastung wird bspw. durch das Tragen von Röntgenschürzen die zwischen 6 – 8 kg wiegen, verstärkt. Das Kepler Universitätsklinikum (KUK) bietet deshalb über die arbeitsmedizinische Betreuung den Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern Workshops unter Begleitung von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zur Wahrnehmungsschulung und zu Ausgleichsübungen an. Derzeit wird dazu auf Basis einer vorangegangenen Pilotstudie von der FH Gesundheitsberufe OÖ, Studiengang Physiotherapie in Kooperation mit dem KUK eine wissenschaftliche Studie mit ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem zentralen Operationsbereich durchgeführt, um die Wirksamkeit dieses gesundheitsfördernden Programms zu evaluieren.

Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts des Studiengangs Physiotherapie mit dem Kepler Universitätsklinikum, Zentraler Operationsbereich sind im Springerverlag veröffentlicht worden. Link zum Abruf: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-96083-8_47

Kontakt:

  • Peter Hoppe
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmedizin, Gesundheitsförderung, Geriatrie
    +43 50 344-26122

Für ihre Seniorenhandys möchte die Firma Emporia für die Zielgruppe 55+ eine Bewegungsapp konzipieren, die den Kriterien der Gesundheitsförderung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Dazu wurden in Kooperation mit Emporia Fragestellungen festgelegt, zu denen von Studierenden des Bachelorstudiengangs Physiotherapie geforscht wird. Folgende Themenfelder werden derzeit bearbeitet:

  • Gesundheitsförderung
  • Trainingsgestaltung
  • Motivation / Adherence / Lernverhalten

Innerhalb des jeweiligen Themenfeldes ist ein konkretes Thema bzw. eine Fragestellung vom jeweiligen Autor/der Autorin der Bachelorarbeit (Studierende des Jahrgangs 14/17) zu formulieren. Die Bearbeitung der Themen durch die Studierenden wird von Mitgliedern des Lehr- und Forschungspersonals des Studiengangs Physiotherapie begleitet und koordiniert. Der Prozess wird laufend mit der Firma Emporia abgestimmt und die Ergebnisse präsentiert. Für die Bachelorarbeit 2 sind aufbauende Themen geplant.

Kontakt:

  • Elke Neuhold, M.A.
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt Physiotherapie in der Ergonomie und Arbeitsmedizin
    +43 50 344-26230
  • Silvia Nowotny, MSc
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Neurologie
    +43 50 344-26228

 

Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2018