laufende Projekte

Phantomschmerzen sind pathologische Schmerzzustände, die mit Veränderungen im peripheren sowie im zentralen Nervensystem einhergehen. Therapiemethoden, die versuchen die supraspinale Informationsverarbeitung bei Phantomschmerzpatienten und -patientinnen zu verändern, zeigten in den letzten Jahren vielversprechende Erfolge. Eine innovative Form, die supraspinale Informationsverarbeitung zu beeinflussen stellen die Anwendung von „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ dar. Dr. Max Ortiz-Catalan, ein schwedischer Medizintechniker, zeigte in einer Einzelfallstudie eine beeindruckende Wirkung der von ihm entwickelten Anwendungsform auf.

Ziel des Forschungsprojektes in Kooperation mit der Universität Göteborg und dem Kepler Universitätsklinikums ist es,  die Anwendbarkeit und Effektivität der von  Dr. Ortiz-Catalan entwickelten Therapieform zur Behandlung von Phantomschmerzen an Patientinnen und Patienten nach Amputationen an der unteren Extremität zu testen.

  • Laufzeit: 1.12.2017 – 1.1.2020 (Start der Studie Voraussichtlich April/Mai 2018 am Kepleruniklinikum, Institut für Physikalische Medizin)
  • Projektstatus: laufend
  • Forschungseinheit: Studiengang Physiotherapie
  • Partner: OA Dr. Christian Mittermaier, Kepler Universitätsklinikum, IPM, Dr. Max Ortiz-Catalan, Chalmers University of Technology, Göteborg (Schweden)

Kontakt:

  • Mag.a Ute Kiesl
    Prakikumskoordinatorin des Studiengangs Physiotherapie, Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt muskuloskelettale Physiotherapie; Betriebsrätin
    +43 50 344-26123

Wer an einem derartigen Phantomschmerz leidet, wird ersucht sich an Frau Mag. Ute Kiesl zu wenden, wenn Interesse an einer Studienteilnahme besteht. Personen, die derart betroffene Patientinnen und Patienten kennen, werden gebeten, diese über die Möglichkeit einer Studienteilnahme zu informieren.
Details zur Studienteilnahme finden Sie hier.

In diesem Projekt wird die bedeutungsvolle Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren in den Mittelpunkt gerückt. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Khevenhüller Gymnasium Linz werden Befunde zu den Fragen erwartet, wie 10-18 jährige ihre Freizeit verbringen, ob eine Betätigungsbalance gegeben ist und ob diese Auswirkung auf das Wohlbefinden dieser Personen hat. Das primäre Ziel des Projektes besteht darin, mehr über Time-use, Freizeitgestaltung, Aktivitätsmuster, Betätigungsbalance und gesundheitsbezogener Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen in Erfahrung zu bringen und somit Grundlagen für bedeutungsvolle Freizeitgestaltung zu generieren.
Die erhobenen Daten dienen als Basis für eine Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit Aspekten der Freizeitgestaltung, Zeitmanagement und ihren Gesundheitsressourcen, sowie gesundheitsförderlichem Verhalten. Im Anschluss werden Implikationen für eine bedeutungsvolle Freizeitgestaltung abgeleitet.

  • Laufzeit: 1.7.2017 – 25.7.2018
  • Projektstatus: laufend
  • Forschungseinheit: Studiengang Ergotherapie
  • Partner: Khevenhüller Gymnasium Linz

Kontakt:

  • Dr.in Renate Ruckser-Scherb, MSc, MEd
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkte wissenschaftliches Arbeiten, Grundlagen der Ergotherapie, Ergotherapie im Handlungsfeld Biomechanik/Sensomotorik
    +43 50 344-23128
  • Karin Lettner, MHPE
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt Pädiatrie, Grundlagen der Ergotherapie, Praktikumskoordinatorin
    +43 50 344-23126

Die demographische Entwicklung zeigt, dass der Anteil der älteren Bevölkerung und der Hochbetagten in unserer Gesellschaft immer größer wird. Es treten dadurch vermehrt Erkrankungen (Schlaganfall, etc.) auf, welche unter anderem zu einer Dysphagie führen können. Durch die Schluckstörung steigt in weiterer Folge das Risiko einer Mangelernährung.

Zielsetzung dieses Projekts

  • Erhebung der IST-Situation bei geriatrischen Dysphagiepatientinnen / Dysphagiepatienten in der Langzeitpflege in Oberösterreich und Sensibilisierung hinsichtlich der Thematik
  • Darstellung des derzeitigen Ressourceneinsatzes in den Einrichtungen
  • Übersicht der Kostformen und Sicherstellung der Nährstoffversorgung der betroffenen Personen
  • Empfehlungen hinsichtlich der ernährungsmedizinischen / diätologischen Versorgung
  • Laufzeit: 1.5.2017 – 31.10.2018
  • Projektstatus: laufend
  • Forschungseinheit: Studiengang Diätologie
  • Partner: Land OÖ, Direktion Soziales und Gesundheit

Kontakt:

  • Klaus Nigl, M.A.
    Lehrveranstaltungen: Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungs- und Verpflegungsmanagement, Lebensmittelkunde, klinische Diätetik Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie und Intensivmedizin
    +43 50 344-22110

Ziel des Forschungsvorhabens ist, das Wissen und die Erfahrungen der Expertinnen und Experten der Bereiche Geburtshilfe, Anästhesie und Neonatologie auf einer interprofessionellen Ebene zum Thema Mütter mit motorischen und sensorischen Behinderungen im peripartalen Kontext zu ermitteln.
Dieses Projekt folgt auf die bisher zu diesem Themenkomplex durchgeführten Studien:
„Chancengleiche Versorgung in der Geburtshilfe – eine quantitative Erhebung baulicher Maßnahmen und Supportleistungen in den geburtshilflichen Abteilungen Österreichs“ und
„Erfahrungen von Müttern mit motorischer oder sensorischer Beeinträchtigung während Schwangerschaft/Geburt und Wochenbett“ .

  • Laufzeit: 2.1. 2017 – 31.12. 2018
  • Projektstatus: laufend
  • Projektteam: Dr.in Barbara Schildberger, M.A.
  • Forschungseinheit: Studiengang Hebamme
  • Partner: fh gesundheit, fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
  • Publikationen/Vortragstätigkeit:
    Posterpräsentation am Internationalen Hebammenkongress, Toronto 2017 http://www.midwives2017.org/

Kontakt:

lachender Junge mit Buch

Die Beherrschung der Sprache ist eine grundlegende Voraussetzung für die soziale Entwicklung, das schulische Lernen, den beruflichen Erfolg und ein gelingendes Leben. Studien zufolge haben 16,3% aller Kinder in Deutschland zwischen 3,5 bis zur Einschulung Probleme mit der Aussprache. Kinder mit Aussprachestörungen haben ein erhöhtes Risiko eine Störung im Bereich Rechtschreibung und Lesen zu entwickeln. Eine individuelle sprachförderliche Umgebung, die die Ressourcen des Kindes berücksichtigt, ist deshalb erforderlich. Angloamerikanische Studien zeigen, dass die Förderung der Aussprachekompetenz auf breiter Basis notwendig ist. Informierte Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Sprachförderkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von deutschsprachigen Materialien zur multisensorischen Förderung der Aussprache 4 – 7 jähriger Kinder. Diese bestehen aus einer mobilen App für handelsübliche Tablets und begleitenden Leitfäden für Eltern, Sprachförderkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Logopädinnen und Logopäden.

LIFEtool leitete dieses spannende F&E-Vorhaben das gemeinsam mit den Projektpartnern TRAUNER Verlag + Buchservice GmbH, CCP-STUDIO, Fischer Film GmbH, Logopädische Praxis Eva Maria Bukowski und der FH Gesundheitsberufe OÖ umgesetzt wird.

Logo FFG

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des bmwfw und wird im Rahmen des Programms COIN-Kooperation und Netzwerke der FFG (Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) durchgeführt.

Kontakt:

  • Elisabeth Haider, MSc
    Lehrveranstaltungen: Lernen und Arbeiten im Berufsfeld Logopädie, Grundlagen Spracherwerb, Spracherwerbsstörungen, Kindersprachtherapie, Diagnostik und Therapie kindlicher Aussprachestörungen, Qualitätsmanagement in der Logopädie, Bachelor-Seminare
    +43 50 344-25121
  • Doris Detter-Biesl, MSc
    Lehrveranstaltungen: Spracherwerbsstörungen, Einführung wissenschaftliches Arbeiten/Übung, Koordinatorin für Internationales und Marketingkoordinatorin Logopädie
    +43 50 344-25124

Das Klippel-Trenaunay-Syndrom ist eine seltene angeborene Entwicklungsstörung der Gefäße, die mit multiplen Gefäßmalformationen im arteriellen, venösen und lymphatischen Bereich einhergeht. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung gibt es zurzeit nur spärliche Evidenz zur Behandlung, diese zum Großteil in Form von Case Reports.

Empfohlene Behandlungsmethoden umfassen symptomatische (Kompressionstherapie) und interventionelle Therapieverfahren (Sklerosierung der dilatierten Varizen). Manuelle Lymphdrainage aus dem Spektrum der Physiotherapie ist eine weitere therapeutische Möglichkeit.
Vorgestellt werden soll der Fall eines z. Z. 12 Monate alten Mädchens, welches an einem kongenitalen Klippel-Trenaunay-Syndrom der rechten oberen Extremität und des rechten Rumpfquadranten leidet. Dieses wird seit sieben Monaten 1x wöchentlich mit Manueller Lymphdrainage und Kompressionstherapie mittels Bandagen behandelt.

Die Mutter wurde instruiert, die Kompression täglich durchzuführen.
Der Verlauf wird 1x monatlich mittels Extremitätenumfangmessung, Extremitätenlängenmessung sowie Fotographien dokumentiert. Aufgrund des Alters der Patientin und der Seltenheit der Erkrankung erscheint es interessant und sinnvoll, den Verlauf und die Therapieeffizienz zu dokumentieren und zu publizieren.

  • Laufzeit: 27.4.2016-28.2.2018
  • Projektstatus: laufend
  • Projektteam: Margit Eidenberger, MSc; Andrea Bögl
  • Forschungseinheit: Studiengang Physiotherapie
  • Partner: LKH Steyr, Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation

Kontakt:

  • Mag.a Margit Eidenberger
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, manuelle Lymphdrainage, Chirurgie
    +43 50 344-26223
  • Andrea Bögl, MSc
    Praktikumskoordinatorin des Studiengangs Physiotherapie Campus Gesundheit am LKH Steyr, Lehrveranstaltungen: Grundlagen der Physiotherapie, Schwerpunkt Neurorehabilitation
    +43 50 344-26221

Instrumentierende Operationsschwestern und-pflegern verharren während ihrer Tätigkeit oft in einseitigen statischen Haltungen, die zu Belastungen des muskuloskelettalen Apparates in verschiedenen Körperregionen führen. Diese Belastung wird bspw. durch das Tragen von Röntgenschürzen die zwischen 6 – 8 kg wiegen, verstärkt. Das Kepler Universitätsklinikum (KUK) bietet deshalb über die arbeitsmedizinische Betreuung den Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern Workshops unter Begleitung von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zur Wahrnehmungsschulung und zu Ausgleichsübungen an. Derzeit wird dazu auf Basis einer vorangegangenen Pilotstudie von der FH Gesundheitsberufe OÖ, Studiengang Physiotherapie in Kooperation mit dem KUK eine wissenschaftliche Studie mit ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem zentralen Operationsbereich durchgeführt, um die Wirksamkeit dieses gesundheitsfördernden Programms zu evaluieren.

Kontakt:

  • Peter Hoppe
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmedizin, Gesundheitsförderung, Geriatrie
    +43 50 344-26122

Für ihre Seniorenhandys möchte die Firma Emporia für die Zielgruppe 55+ eine Bewegungsapp konzipieren, die den Kriterien der Gesundheitsförderung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Dazu wurden in Kooperation mit Emporia Fragestellungen festgelegt, zu denen von Studierenden des Bachelorstudiengangs Physiotherapie geforscht wird. Folgende Themenfelder werden derzeit bearbeitet:

  • Gesundheitsförderung
  • Trainingsgestaltung
  • Motivation / Adherence / Lernverhalten

Innerhalb des jeweiligen Themenfeldes ist ein konkretes Thema bzw. eine Fragestellung vom jeweiligen Autor/der Autorin der Bachelorarbeit (Studierende des Jahrgangs 14/17) zu formulieren. Die Bearbeitung der Themen durch die Studierenden wird von Mitgliedern des Lehr- und Forschungspersonals des Studiengangs Physiotherapie begleitet und koordiniert. Der Prozess wird laufend mit der Firma Emporia abgestimmt und die Ergebnisse präsentiert. Für die Bachelorarbeit 2 sind aufbauende Themen geplant.

Kontakt:

  • Elke Neuhold, M.A.
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt Physiotherapie in der Ergonomie und Arbeitsmedizin
    +43 50 344-26230
  • Silvia Nowotny, MSc
    Lehrveranstaltungen: Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten, Neurologie
    +43 50 344-26228

 

Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2018