Einfluss einer Therapiepause bei Kindern phonologischer Aussprachestörungen im Alter von 5 – 6 Jahren (ETKA) – Eine randomisierte kontrollierte Studie

Eine Früherkennung von Spracherwerbsstörungen und ein zeitnahes Angebot von daraus abgeleiteten geeigneten Maßnahmen können sekundäre Folgen von Störungen im Spracherwerb verhindern. Insbesondere Störungen, die die phonologische Ebene betreffen, wie phonologische Aussprachestörungen, stellen ein erhöhtes Risiko dar, Schwierigkeiten im Lese-Rechtschreibe-Erwerb zu entwickeln. Auf Grund der hohen Nachfrage nach logopädischer Betreuung warten jedoch viele Kinder bis zu 4 Monate, bevor eine Therapie gestartet werden kann.

Laufzeit: 01.12.2018 — 30.04.2024

Eine Früherkennung von Spracherwerbsstörungen und ein zeitnahes Angebot von daraus abgeleiteten geeigneten Maßnahmen können sekundäre Folgen von Störungen im Spracherwerb verhindern. Insbesondere Störungen, die die phonologische Ebene betreffen, wie phonologische Aussprachestörungen, stellen ein erhöhtes Risiko dar, Schwierigkeiten im Lese-Rechtschreibe-Erwerb zu entwickeln. Auf Grund der hohen Nachfrage nach logopädischer Betreuung warten jedoch viele Kinder bis zu 4 Monate, bevor eine Therapie gestartet werden kann.

In der Wirksamkeitsforschung der Kindersprachtherapie herrscht bis dato Uneinigkeit in den Bereichen Therapieintensität sowie der Interventionsdauer. Daraus ergeben sich Unsicherheit, wie hoch die Therapieintensität sein muss bzw. welche Therapieintervalle gewählt werden sollten, um Generalisierungseffekte zu erreichen. Ziel der geplanten randomisierten kontrollierten Studie ist es zu zeigen, dass Kindern mit einer verzögerten phonologischen Entwicklung eines phonologischen Prozesses im Alter von 5 – 6 Jahren, nach Erreichen eines bestimmten Grenzwertes, die Generalisierung des Gelernten in die Spontansprache durch eine Therapiepause von 12 Wochen gelingt und daraus keine negativen Folgen für den Spracherwerb entstehen. Sollte die Studie dies aufzeigen können, könnten in Zukunft logopädische Ressourcen effektiver genutzt, wodurch ohne zusätzliche Kosten mehr Kinder, bei gleichbleibender Qualität, therapiert werden könnten.

  • Partner: Barbara Kraxberger (Leitung Abteilung Logopädie der Caritas für Kinder und Jugendliche), Martina Bernegger (Leitung Logopädischer Dienst der Volkshilfe GSG)
  • Doris Detter-Biesl
    Doris Detter-Biesl MSc
    Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals, Marketingkoordination, International Coordinator, Forschungskoordination
    Lehrveranstaltungen: Einführung wiss. Arbeiten; angewandte Methoden wiss. Arbeiten, Bachelorseminar, Projektmanagement in der Logopädie, Schnittstelle Sprachförderung/Sprachtherapie
    +43 50 344 25124
  • Bernhard Schwartz
    Dr. Bernhard Schwartz BSc, MSc
    wissenschaftliches Mitglied Ethik- und Forschungskomitee, Forschungskoordination
    Lehrveranstaltungen: Einführung in die Statistik, Klinische Studien, Forschungsdesign
    +43 50 344 20031