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Einsatz von Robotertieren bei Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz entwickeln häufig Probleme mit anderen Menschen zu kommunizieren. Der Kontakt zu Haustieren ist für sie oft unkomplizierter. Daher werden Tiere eingesetzt, um soziale Interaktion und Wohlgefühl zu erreichen. Wenn dies aufgrund institutioneller Gegebenheiten nicht möglich ist, können Robotertiere zum Einsatz kommen. Es gibt bisher nur einen geringen Wissensstand über Reaktionen von Betroffenen sowie Beachtenswertes bzw. Vorgehensweisen beim Einsatz von Robotertieren bei Menschen mit Demenz.

Laufzeit: 01.10.2021 — 30.09.2022

Im Rahmen des vom Land OÖ geförderten Projektes „Robotergestützte Intervention für Menschen mit Demenz in Oö. Pflege- und Betreuungseinrichtungen“ des Diakoniewerks OÖ und der Firma LIFEtool wird für rund 24 Bewohner*innen bzw. Besucher*innen von geriatrischen Einrichtungen der Diakonie in OÖ nach sorgfältiger Auswahl (Pflegepersonen wählen anhand der Biografie und Diagnose geeignete Personen aus) jeweils ein Robotertier der Marke „joy for all“ zur individuellen Benutzung zur Verfügung gestellt. Sofern gewünscht, verbleibt das Robotertier auch nach Beendigung des Projektes bei den Bewohner*innen bzw. Besucher*innen. Die FH Gesundheitsberufe OÖ hat den Auftrag, das Projekt im Rahmen einer Beobachtungsstudie zu evaluieren und erste Antworten bezüglich Reaktionen von Demenzerkrankten und Erfahrungen von Pflegepersonen zu geben.

Vorgehen:

a) „Kontrollierte Beobachtungsstudie mit 2 Messzeitpunkten“ (vor Beginn und nach 12 Wochen Einsatz): Lebensqualität-Parameter (Affekt, Verhalten, soz. Beziehung) durch QUALIDEM erhoben, Robotertier- und Kontrollgruppe mit je 20 Proband*innen.

b) „within subject design“: teilnehmende Beobachtung; 5-10 min. Interaktion mit Beobachter*in, 15-20 min. Interaktion mit Katze/Hund, Instrument: QUALIDEM als Basis (8 Proband*innen).

c) „single case study (qualitatives Design)“: teilnehmende Beobachtung, 6 Interaktionen mit 1 Proband*in – pro Besuch 1-3 verschiedenen Arten des Einsatzes.

d) „Inhaltsanalyse (qualitatives Design)“: 8 teilstrukturierte Interviews (leitfadengestützt), je 30 min. Dauer, mit Pflegekräften, welche die Robotertiere in ihrer Einrichtung bereits 4 Wochen im Einsatz erlebt haben.

Diese Erhebungen bilden die Basis, um den therapeutischen Einsatz von Robotertieren genauer definieren zu können und somit positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden von Betroffenen einzuwirken.

Projektteam

  • Renate Ruckser-Scherb

    Dr.in Renate Ruckser-Scherb MSc MEd

    Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals, wissenschaftliches Mitglied Ethik- und Forschungskomitee, Forschungskoordination, Kurie Lehr- und Forschungspersonal
    Lehrveranstaltungen: wissenschaftliches Arbeiten, Grundlagen der Ergotherapie, Ergotherapie im Handlungsfeld Biomechanik/Sensomotorik
    Schwerpunkt Forschung: Handlungswissenschaften, Public Health, assistierende Technologien und Digital Health, chronische Erkrankungen
    Telefonnummer +43 50 344 23128