Die Logopädie beschäftigt sich mit menschlichen verbalen und nonverbalen Kommunikationsstörungen und den damit in Zusammenhang stehenden Behinderungen. Im Mittelpunkt stehen deren Prävention, Untersuchung, Diagnose und Therapie.

Kurzprofil

Studienart:
Bachelor-Studium (Vollzeit)
Studiendauer:
6 Semester
ECTS:
180
Abschluss:
Bachelor of Science in Health Studies (BSc)
Standorte:
Studienplätze/Jahr:
18
Aufnahmetermine:
Der nächste Studiengang startet am 16. September 2019.
Anmeldefrist:
1. Jänner 2019 bis 31. März 2019
Termin schriftlicher Aufnahmetest:
4. April 2019
Voraussetzungen:
allgemeine Universitätsreife, Berufsreifeprüfung, relevante einschlägige berufliche Qualifikationen

Ziel der Logopädie ist es, Störungen des Sprachverständnisses, der gesprochenen und geschriebenen Sprache, des Sprechens, der Atmung, der Stimme, der Mundfunktion, des Hörvermögens, des Schluckens und der Wahrnehmung, die bei allen Altersgruppen auftreten können, zu untersuchen, zu diagnostizieren und zu behandeln. Logopädinnen und Logopäden erstellen aufgrund von Untersuchung und Diagnose das Therapieziel und einen dafür geeigneten Therapieplan. Sie wenden alle Methoden personen- und zielorientiert an und beraten die Patientinnen und Patienten sowie deren Umfeld. Das therapeutische Vorgehen berücksichtigt also methodische, soziale und zwischenmenschliche Aspekte und hilft so, eine optimale Reintegration der Betroffenen in Alltag und Beruf zu ermöglichen.

Logopädinnen und Logopäden greifen auf ein breites Methodenspektrum aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zurück, unter anderem aus Medizin, Linguistik, Psychologie und Pädagogik.

Tätigkeitsbereiche

  • Krankenhäuser
  • Ambulatorien
  • Rehabilitationszentren
  • Kindergärten und Schulen
  • Beratungsstellen
  • Senioren- und Pflegeheime
  • Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • Eigene Praxen oder Praxisgemeinschaften

Im Bachelor-Studiengang „Logopädie“ (LOG) eignen sich die Studierenden alle fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen und Selbstkompetenzen sowie wissenschaftlichen Kompetenzen an, die zur Ausübung des Berufs der Logopädin bzw. des Logopäden erforderlich sind. Die Vermittlung dieser Fähigkeiten erfolgt im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung in Verbindung mit praktischen √úbungen an der FH Gesundheitsberufe OÖ und an den Praktikumsstellen.

Neben fachlich-methodischen Kompetenzen erwerben die Studierenden auch sozial-kommunikative Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Teamfähigkeit, Rollendistanz etc. Darüber hinaus lernen sie die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens kennen. In begleitenden Berufspraktika wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, die erworbenen Kenntnisse unter fachlicher Anleitung zu vertiefen und umzusetzen.

Der Studiengang ist in Module gegliedert, die teilweise interdisziplinär angeboten werden. Das Curriculum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von fundierter theoretischer Ausbildung, Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug aus. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sind in der Lage, ihre Klientinnen und Klienten ganzheitlich und umfassend zu begleiten und dabei Wissen aus den verschiedenen Disziplinen zu verbinden. Sie haben gelernt, im beruflichen Alltag reflektiert, eigenverantwortlich und nach berufsethischen Grundsätzen zu handeln.

Schwerpunkte

Studienschwerpunkte sind logopädische Fächer wie etwa Diagnostik und Therapie von:

  • Spracherwerbsstörungen,
  • neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen,
  • Schluckstörungen,
  • Störungen im cranio-facio-oralen Bereich,
  • Hörstörungen,
  • Stimmstörungen,
  • Redeflussstörungen und
  • Störungen des Lesens, Schreibens und Rechnens.

Darüber hinaus erwerben die Studierenden auch allgemeine und berufsspezifische medizinische Grundlagen sowie relevante Inhalte diverser Bezugswissenschaften, z. B.

  • Anatomie, Physiologie und Pathologie
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Kinderheilkunde
  • Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Phoniatrie
  • Linguistik
  • Audiologie
  • Psychologie und Pädagogik
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Atem-, Stimm- und Sprecherziehung

Der Abschluss dieses Bachelor-Studiums berechtigt zur Teilnahme an fachspezifischen, aber auch an management- oder pädagogikorientierten Master-Ausbildungen im Bereich Gesundheitsberufe. Es besteht ebenso die Möglichkeit, weiterführende Master- und Doktoratsstudiengänge im In- und Ausland zu absolvieren.

Fähigkeiten & Interessen

Studierende sollten folgende Begabungen und Stärken aufweisen:

    • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
    • Freude am Umgang mit Menschen
    • Bereitschaft zum unmittelbaren Umgang mit gesunden, kranken und behinderten Menschen
    • grundsätzliches medizinisches Interesse
    • Geduld, Einfühlungsvermögen sowie gute Beobachtungsgabe
    • hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
    • psychische und physische Belastbarkeit
    • rhythmisch-musikalische Kompetenz

Studierende verfügen über:

  • einwandfreies Gehör
  • gesunde Sprechstimme
  • einwandfreie Artikulation
  • gutes sprachliches Ausdrucksvermögen

Details zu den Zugangsvoraussetzungen finden Sie hier.

Alter

Das Mindestalter für den Bachelor-Studiengang beträgt 18 Jahre, nach oben hin gibt es keine Grenze.

Anmeldefrist

1. Jänner bis 31. März 2019

Details zum Aufnahmeverfahren finden Sie hier.

Termine für das schriftliche Testverfahren

4. April 2019, vormittags oder nachmittags

Details dazu finden Sie im Menü Bewerbung unter schriftliches Testverfahren.

Letzte Aktualisierung: 28. November 2018