Belastungen pflegender An- und Zugehöriger: eHealth als Entlastungsinstrument in der informellen Pflege
Die Pflegelandschaft in Österreich steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der über 80-Jährigen steigt bis 2030 deutlich an. Pflegende An- und Zugehörige übernehmen eine zentrale Rolle, erleben jedoch vielfach erhebliche Belastungen. Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz verfolgt mit dem Leitsatz „Digital vor Ambulant vor Stationär“ eine klare Strategie. Unklar bleibt, in welchem Ausmaß eHealth-Lösungen nachweislich zur Entlastung von pflegenden An- und Zugehörigen beitragen.
Der demografische Wandel führt in Österreich durch den steigenden Anteil hochaltriger Menschen und die gleichzeitige Abnahme gesunder Lebensjahre zu wachsenden Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung. Rund 80 % der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause durch pflegende An- und Zugehörige versorgt. Pflegende An- und Zugehörige sind dabei vielfach psychosozialen, zeitlichen und körperlichen Belastungen ausgesetzt, insbesondere in langfristigen und komplexen Pflegesituationen. Vor diesem Hintergrund gewinnt eHealth als ergänzende Unterstützung an Bedeutung. Im Rahmen dieses Projektes wird im Zuge einer Bachelorarbeit untersucht, inwieweit eHealth‑Interventionen nachweislich zur Reduktion der Belastung pflegender An‑ und Zugehöriger beitragen.
Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird eine systematisierte Literaturrecherche durchgeführt, um herauszufinden, ob Herausforderungen und Möglichkeiten für die Implementierung von eHealth nachweislich zur Reduktion der Belastung pflegender An‑ und Zugehöriger beitragen.
Projektteam: Sebastian Rosendahl Huber und Andreas Danner
Projektteam
Sebastian Rosendahl Huber MScN
Lehre und Forschung Pflegewissenschaft, Wissenschaftliches Mitglied des institutionellen Ethikboards
