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Auswertung der Untersuchungsdaten des Hörscreenings in oberösterreichischen Kindergärten

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind von Hörverlust betroffen. Auch wenn das Neugeborenenhörscreening in Österreich seit Jahren etabliert ist, können Hörstörungen erst im Kleinkindalter auftreten. Um diese frühzeitig zu erkennen, wird im Rahmen logopädischer Screenings in oberösterreichischen Kindergärten jährlich auch das Hörvermögen gescreent.

Das interdisziplinäre Projekt analysiert die Häufigkeit auffälliger Hörscreenings und mögliche Zusammenhänge mit Sprachentwicklungsauffälligkeiten. Zusätzlich wird mittels Fragebogenerhebung untersucht, ob Empfehlungen zur HNO-Abklärung umgesetzt wurden und welche Diagnosen sich daraus ergeben haben.

Die Ergebnisse sollen helfen, die Versorgung von Kindern mit Hörstörungen weiter zu verbessern und die Bedeutung regelmäßiger Hörscreenings im Vorschulalter zu unterstreichen.

Laufzeit: 17.03.2025 — 31.05.2028

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind von Hörverlust betroffen – darunter auch Kinder, bei denen Hörstörungen nicht immer direkt nach der Geburt erkennbar sind. In Österreich wurde bereits 1995 das flächendeckende Neugeborenenhörscreening eingeführt und ist seit 2003 im Mutter-Kind-Pass verankert. Diese Maßnahme ermöglicht eine frühzeitige Erkennung kongenitaler Hörminderungen und verbessert nachweislich die Versorgung betroffener Kleinkinder.

Doch Hörstörungen können sich auch erst im Kleinkindalter entwickeln – etwa durch chronische Paukenergüsse oder einen später auftretenden sensorineuralen Hörverlust. Um auch diese Kinder rechtzeitig zu identifizieren, sind weitere Hörscreenings im Vorschulalter eine wichtige präventive Maßnahme. Im Rahmen der logopädischen Screenings in oberösterreichischen Kindergärten wird auch das Hörvermögen überprüft.

Diese vorliegenden Daten des Hörscreenings werden in einem interdisziplinären Projekt des Bachelor-Studiengangs Logopädie der FH Gesundheitsberufe OÖ und der HNO-Abteilung des Kepler Universitätsklinikums untersucht.

Ziel der retrospektiven Datenerhebung ist es, die Prävalenz auffälliger Hörscreenings zu ermitteln und mögliche Zusammenhänge mit Sprachentwicklungsauffälligkeiten zu analysieren. Ergänzend zur retrospektiven Datenanalyse ist eine prospektive Befragung von Eltern geplant. Diese soll klären, ob Empfehlungen zur HNO-Abklärung tatsächlich umgesetzt werden und welche Diagnosen im Anschluss gestellt wurden.

Für das Projekt liegt ein positives Ethikvotum der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät vor. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Früherkennung und Versorgung von Kindern mit Hörstörungen in Oberösterreich.

Projektteam