Präanalytik und PCT
Procalcitonin (PCT) ist ein wichtiger Biomarker zur Diagnose von Sepsis und zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und nicht-bakteriellen Entzündungen. Aufgrund der hohen Sepsis-Fallzahlen, sowohl in Österreich als auch weltweit, ist eine präzise PCT-Messung unerlässlich. Im Projekt PCT_DiaSys wird der DiaSys®PETIA PCT-Test der Fa. DiaSys mit dem ARCHITECT®B·R·A·H·M·S PCT-Test der Fa. Abbott verglichen und es wird die Stabilität der Messung untersucht.
Die Zuverlässigkeit der PCT-Messung variiert zwischen verschiedenen Testmethoden und Laboren, was die Notwendigkeit einer Standardisierung und Harmonisierung der Tests unterstreicht. Ziel der Forschungsarbeit ist der Vergleich des DiaSys PETIA-PCT-Assays auf dem Atellica-System mit dem Abbott ARCHITECT B·R·A·H·M·S PCT-Assay, der auf der CMIA-Technologie basiert. Zusätzlich wird erstmalig der Einfluss der Probenlagerung auf die Messergebnisse untersucht.
Für die Untersuchung werden 264 anonymisierte Proben am Institut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Steyr gesammelt und in Doppelbestimmung gemessen. Die Lagerung der Blutproben erfolgt bei 2 bis 8 Grad Celsius. Die Messungen wurden entweder sofort, nach einem Tag, nach zwei oder nach drei Tagen durchgeführt. Zur statistischen Bewertung werden eine Passing-und-Bablok-Regression, eine Bland-Altman-Analyse sowie die Spearman-Korrelationsanalyse eingesetzt.
Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Qualitätsoptimierung von Laboranalysen liefern und werden im Rahmen einer Posterpräsentation auf dem Deutschen Kongress für Laboratoriumsmedizin 2026 präsentiert.
Projektteam
Manuel Holzer BSc MSc
Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals
Astrid Köglberger MHPE
Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals
Alexandra Worm MSc
Studiengangsleitung, Praktikumskoordination, Kurie Studiengangsleitung
Barbara Mayr MHPE
stv. Studiengangsleitung, Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals



