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Auf den Spuren einer Blutvergiftung: Forschung aus Oberösterreich beim Labormedizin-Kongress in Hamburg

Astrid Köglberger bei der Posterpräsentation am Kongress in Hamburg

Bei einer Blutvergiftung (Sepsis) zählt jede Stunde. Ein wichtiger Blutwert im Labor ist dabei das Eiweiß Procalcitonin - es gibt Ärzt*innen Hinweise, ob eine bakterielle Infektion vorliegt und ob eine Antibiotika-Gabe wirklich nötig ist. Das hilft, lebenswichtige Therapien früh zu beginnen und zugleich Antibiotika gezielter einzusetzen.

Genau hier setzt die Forschungsarbeit zum Vergleich von zwei Labortests für die Procalcitoninbestimmung an, die Astrid Köglberger, Mitglied Lehr- und Forschungspersonal am Bachelor Studiengang Biomedizinische Analytik, gemeinsam mit Kolleg*innen aus Klinik und Industrie durchgeführt hat. Im Rahmen der Forschungen sind auch zwei Bachelorarbeiten von Studierenden des Studiengangs Biomedizinische Analytik entstanden.  

Das Ergebnis: Die beiden Verfahren stimmen gut überein – besonders in dem Bereich, der für die tägliche Behandlungsentscheidung relevant ist. Die Studie lieferte außerdem eine praktisch wichtige Erkenntnis für den Laboralltag: Proben bleiben im Kühlschrank gelagert bis zu zwei Tage lang stabil – die Messergebnisse verändern sich dadurch nicht wesentlich.

Anfang Oktober stellte Astrid Köglberger diese Ergebnisse als Poster beim Deutschen Kongress für Laboratoriumsmedizin (DKLM) in Hamburg vor – unter dem Kongressmotto „Laboratory Medicine: Translating Science into Patient Care". Damit ist Forschung aus dem Studienprogramm Biomedizinische Analytik auch international sichtbar – ein Beleg dafür, dass biomedizinische Analytiker*innen aktiv dazu beitragen, die Diagnostik von morgen besser zu machen.