Wie geht`s unseren Studierenden nach 8 Wochen home-learning?

Unsere Studierenden sind nun schon seit 8 Wochen coronabedingt im home-learning. Wie es Ihnen dabei geht, haben wir nachgefragt…

 

Wie geht es euch mit dem distance-learning? Schon daran gewöhnt?
Distance-learning war anfangs eine große Umstellung. Doch diese Herausforderung brachte auch seine positiven Seiten mit sich, wie das Lernen an der frischen Luft oder die Möglichkeit sich seinen Tag selbst einzuteilen. Der ständige Kontakt mit dem Lehrpersonal nahm uns darüber hinaus viele Unsicherheiten, wir können sie immer fragen, was super ist. (Theresa Keller, Biomedizinische Analytik)

Theresa Keller, Biomedizinische Analytik

Fotocredit: Paul Hamm

 

Fällt es euch leicht einen Weg zu finden um miteinander virtuell zu lernen?
Beim Lernen und Bearbeiten von Arbeitsaufträgen in Kleingruppen fühle ich mich wohl und übernehme auch gerne einmal die „Sprecherrolle“. Nur bei großen Lehrveranstaltungen fällt es mir immer noch schwer, mich selbst über die Kamera zu zeigen und auch Wortmeldungen über das Mikrofon vorzunehmen. Aber es wird 🙂
(Stefanie Pechgraber, Diätologie)

Stefanie Pechgraber, Diätologie

Fotocredit: Stefanie Pechgraber, 2020

 

Wie geht ihr vor, wenn ihr mal beim Erarbeiten eines Themas alleine zu Hause nicht weiter wisst? Wie holt ihr euch Hilfe?
Bei aufkommenden Fragen wende ich mich an meine Studienkolleg*innen. Da haben wir eine Klassen-WhatsApp-Gruppe und können uns so gegenseitig anstehende Fragen beantworten. Hier lässt eine Antwort nie lange auf sich warten. Und bei “vollständiger Ratlosigkeit” 🙂 kann ich mich immer an unsere Lehrenden wenden.
(Nicole Einheller, Ergotherapie)

Nicole Einheller, Ergotherapie

Fotocredit: Nicole Einheller

 

Vermisst ihr den persönlichen Kontakt mit euren Kollegen*innen und den Lehrenden?
Für ein effektives Arbeiten im Team und die praktische Ausbildung ist der persönliche Kontakt zu Kolleg*innen und Lehrenden sehr wichtig und fehlt mir daher. Wir versuchen mit Videokonferenzen und sozialen Medien das Beste aus der Situation zu machen, wobei dies aber schon Vor- und Nachteile mit sich bringt.
(Tobias Meingassner, Gesundheits- und Krankenpflege)

Tobias Meingasser, Gesundheits- und Krankenpflege

Fotocredit: Tobias Meingassner

 

Habt ihr eine bestimmte Struktur für die home-learning-Tage?
Homelearning erfordert einen sehr flexiblen Tagesablauf, der sich je nach den abgehaltenen Online-Vorlesungen richtet. Trotzdem stellt eine organisierte Tagesstruktur einen Vorteil dar, da man so eine klare Trennung zwischen Lern- und Freizeit schafft und die Arbeit schneller in der dafür definierten Zeit erledigt. Dann klappts schon 🙂
(Kerstin Apfolterert und Marlene De Faccio, Hebamme)

Fotocredit: Marlene De Faccio

 

Was macht ihr, wenn ihr nicht im home-learning seid? Was ist euer Ausgleich?
Ich backe immer schon gerne. Diese Zeit ermöglicht es mir viele neue Rezepte auszuprobieren und zu verfeinern. Das freut insbesondere Nachbarn und Freunde, die fertige Kostproben vor der Türe finden.😋
(Sandra Ameshofer, Logopädie)

Fotocredit:
Sandra Ameshofer

 

Wo liegen eurer Meinung nach die Vor- und Nachteile von distance-learning?
Positiv sind der Wegfall der Anreise zur FH und die flexible Pauseneinteilung. Nicht so positiv sind das Fehlen von sozialen Kontakten, der Austausch mit Studienkollegen und die vermehrte Ablenkung zu Hause. Zudem ist es beim Studium Physiotherapie manchmal gar nicht einfach, die praktischen Inhalte online zu erlernen.
(Agnes Kuhn, Physiotherapie)

Fotocredit: privat/ Agnes Kuhn

 

Wie geht es euch mit Bachelorarbeiten, die ihr im home-learning erstellt?
Die Zeit zu Hause verbringen wir Studierende des 6. Semesters damit unsere Bachelorarbeit zu schreiben. Dabei gibt es immer wieder unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen. Trotzdem versuchen wir das Beste aus der Situation zu machen und unserem Ziel näher zu rücken. Wir sind zuversichtlich!
(Katharina Hartl, Radiologietechnologie)

Fotocredit: Katharina Hartl

 

Welche Lernmethoden/-strategien zeigen im home-learning die beste Wirkung?
Lerntypen sind verschieden und auch beim home-learning muss jede/r seinen/ihren Lernmodus finden. Aber eine gute Unterrichtsstruktur sowie ein angepasster Methodenmix sind ebenso wesentlich für den Lernerfolg. Dass beim Lernen die soziale Interaktion und der Austausch unabdingbar sind, zeigt sich (uns) deutlich! Social learning power trotz physical distancing möchten wir nicht missen! 😊
(Maria Dammayr, Michaela Badegruber und Laura Weiss, Hochschuldidaktik für Gesundheitsberufe)

Fotocredit:
Maria Dammayr,
Michaela Badegruber,
Laura Weiss

 

Welche allgemeinen Tipps könnt ihr eurer Meinung nach für ein erfolgreiches home-learning geben?
Für erfolgreiches home-learning braucht es einen Tagesplan! Was wird heute gelernt? Wann habe ich Vorlesung? Wie und wo verbringe ich meine Pausen? Was werde ich essen? Und das wichtigste: Wie schaffe ich einen Ausgleich? Damit das home-learning erfolgreich ist, achte ich auf meinen Arbeitsplatz und meine Sitzposition, damit ich mich wohlfühle und nicht abgelenkt werde. Und ich verschaffe mir einen Überblick über den Tag – welche Termine oder Aufgaben muss ich wann wahrnehmen und was kann ich danach machen, um zu entspannen.
(Andrea Lindenhofer, Applied Technologies for Medical Diagnostic)

Home-learning-Tipps:

  • Nutze deine freie Zeit und gehe an die frische Luft! Powere dich zum Beispiel bei einer Radtour aus!
  • Verbringe deine Pausen mit deinem tierischen Lernpartner!
  • Wenn die Sonne lacht, verlege deine Lern-Session nach draußen!
  • Belohne dich nach einem anstrengenden Vorlesungsblock. So ein Eiskaffe wirkt Wunder!
  • Achte auf eine richtige Arbeitsplatzgestaltung und lasse dich nicht ablenken!
  • Schreib dir Wochenpläne und To-Do-Lists, um den Faden nicht zu verlieren!
  • Strecke dich während einer Online-Vorlesung mal richtig durch und wechsle deine Sitzposition!

 

Wie kann ich mich selbst managen um trotz einer herausfordernden Zeit erfolgreiche Studienergebnisse herbeizuführen?
Es ist schwierig in Zeiten des Homeoffice klar die Grenze zwischen Beruf, Studium und Freizeit zu ziehen. Daher ist es wichtig, klare Zeitpläne zu erstellen und einen genauen Plan des zu erlernenden Stoffes aufzustellen. Hilfreich kann dabei ein To Do-Liste sein, bei der ich erledigte Dinge abhake.”  (Dagmar Muckenhuber, Management for Health Professionals)

Fotocredit:
Dagmar Muckenhuber,BA,BSc

 

Welche Erfahrungen habt ihr die letzten Wochen im home-learning sammeln können?
Die „Worke life balance“ ist meines Erachtens dadurch besser, da man zB. in der Mittagspause laufen gehen kann oder Einkaufen oder andere Dinge erledigen kann. Gewisse Dinge, die im Unterricht face to face veranschaulicht werden, vermisse ich aber trotzdem sehr.
(Magdalena Bradler, Weiterbildungslehrgang Kinder- und Jugendlichenpflege)

 

Welche Erfahrungen habt ihr die letzten Wochen im home-learning sammeln können?
Es gab kaum Startschwierigkeiten und die Lehrveranstaltungen konnten schnell fortgesetzt werden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Auch wenn ich meine Studienkollegen und den persönlichen Austausch vermisse, so kann ich auch Positives finden: Man spart sich den Anfahrtsweg und kann morgens länger schlafen. 🙂
(Verena Dryje, Weiterbildungslehrgang Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege)

Fotocredit: Dryje, Verena
Wie geht`s den Studierenden mit Distance Learning?

Wie geht`s den Studierenden?