Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege fokussiert ihr Handeln auf Individuen entlang deren gesamter Lebensspanne – von der Kindheit bis ins hohe Alter – Familien sowie Bevölkerungsgruppen, die gefährdet sind, eine psychiatrische bzw. neurologische Erkrankung oder ein psychisches und/oder neurologisches Gesundheitsproblem zu entwickeln und/oder zu haben.
Der Weiterbildungslehrgang entspricht der Sonderausbildung Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz.

Kurzprofil

Studienart:
Weiterbildungslehrgang (berufsermöglichend)
Studiendauer:
3 Semester
ECTS:
75
Abschluss:
Akademische Expertin / Akademischer Experte in der psychiatrischen Gesundheits-und Krankenpflege
Standorte:
Med Campus V. (Linz)
Aufnahmetermine:
Alle Termine Bewerbung und Aufnahme betreffend werden den Bewerberinnen und Bewerbern rechtzeitig zugestellt.Alle Termine Bewerbung und Aufnahme betreffend werden den Bewerberinnen und Bewerbern rechtzeitig zugestellt.
Anmeldefrist:
2. Jänner bis 31. August 2020
Voraussetzungen:
eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
Kosten:
Für Studierende fallen keine Kosten an.
Kontakt / Hotline :

Die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen in ihren speziellen Lebenssituationen. Sie bietet Menschen, die psychische und neurologische Gesundheitsleistungen in unterschiedlichen Bereichen suchen, eine primäre Gesundheitsversorgung an. Die primäre Gesundheitsversorgung beinhaltet vertrauensvolle, kontinuierliche und umfassende Dienstleistungen zur Förderung von psychischer Gesundheit, Prävention, Betreuung und Pflege von psychiatrischen sowie neurologischen Krankheiten.

Im Weiterbildungslehrgang Akademische Expertin bzw. Akademischer Experte in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege eignen sich Studierende alle Kompetenzen an, welche in diesem Spezialbereich erforderlich sind. Die in der Ausbildung bzw. dem Studium zur Gesundheits- und Krankenpflege bereits erworbenen fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenzen werden im Spezialbereich vertieft und erweitert. Die Vermittlung dieser Fähigkeiten erfolgt im Rahmen eines wissenschaftlich fundierten Lehrgangs in Verbindung mit praktischen Übungen an der FH Gesundheitsberufe OÖ und an den Praktikumsstellen. In begleitenden Berufspraktika wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unter fachlicher Anleitung zu vertiefen und umzusetzen.

Der Weiterbildungslehrgang ist in Module gegliedert, die teilweise interdisziplinär angeboten werden. Das Curriculum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von fundierter, theoretischer Ausbildung, Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug in den verschiedenen Gesundheitseinrichtungen aus. Die Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrgangs sind in der Lage, Menschen ganzheitlich und umfassend zu begleiten sowie zu pflegen und dabei Wissen aus verschiedenen Disziplinen zu verbinden. Sie haben gelernt, im beruflichen Alltag reflektiert, eigenverantwortlich und nach berufsethischen Grundsätzen zu handeln.

Schwerpunkte

  • Modelle sowie Theorien der psychiatrischen und neurologischen Gesundheits- und Krankenpflege
  • Konzepte zur Förderung von psychischer Gesundheit sowie Prävention
  • spezifische Aspekte sowie Handlungsfelder der psychiatrischen und neurologischen Gesundheits- und Krankenpflege
  • spezielle medizinische Grundlagen
  • Bezugswissenschaften (z.B. Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Rechtsgrundlagen)
  • Selbst- und Sozialkompetenz
  • Kommunikation und Kooperation
  • Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Berufspraktika

Wenn Menschen von psychiatrischen bzw. neurologischen Erkrankungen betroffen sind, verändern sich Beziehungsfähigkeit, Kommunikation und Lebensgestaltung. Ziel der Betreuung und Pflege ist, diesen Veränderungsprozess fachkompetent wahrzunehmen, zu begleiten sowie im interprofessionellen Team gemeinsam mit den betroffenen Menschen zu gestalten. Die Aufgaben der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege sind die Betreuung und Pflege, Beobachtung, Begleitung, Förderung, Beschäftigung sowie Nachbetreuung von Menschen mit akuten sowie chronischen psychischen Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Intelligenzminderungen und neurologischen Erkrankungen aller Alters- und Entwicklungsstufen. Darüber hinaus sind die Pflegenden in der Rehabilitation sowie in der Gesundheitsförderung und Prävention tätig.

Tätigkeitsbereiche

  • in psychiatrischen Krankenhäusern, Ambulanzen und anderen Gesundheitseinrichtungen die der psychosozialen Versorgung dienen
  • Konsiliar- und Liaisondienst
  • in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen
  • in Primärversorgungszentren
  • in mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten sowie der Familiengesundheitspflege
  • im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention
  • in freiberuflicher Tätigkeit
  • in psychosozialen Bereichen
  • in der Rehabilitation und Remobilisation
  • in der Wissenschaft, Forschung und Industrie
  • in der Lehre, Aus- und Weiterbildung

Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen wie einem Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege, Bereitschaft zur Reflexion und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Berufspraxis sollen Studierende für diesen Lehrgang auch spezielle Begabungen und Interessen mitbringen. Dazu zählen das Interesse für soziale und gesundheitspolitische Fragen und das Bedürfnis, Menschen in ihren vielfältigen Lebenszusammenhängen zu unterstützen und zu betreuen. Der Beruf der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege bietet einen abwechslungsreichen, aber auch anspruchsvollen Berufsalltag. Dafür sollten Studierende psychische, körperliche und soziale Stabilität mitbringen. Da das Tätigkeitsfeld sehr breit gefächert ist, sind sowohl eine selbstständige als auch eine teamorientierte Arbeitsweise erforderlich.

Anmeldefrist

Der nächste Lehrgang startet am 1. Oktober 2019.