Kinder- und Jugendlichenpflege

Kinder- und Jugendlichenpflege

Die Spezialisierung in der Kinder- und Jugendlichenpflege umfasst die Betreuung und Pflege erkrankter Kinder und Jugendlicher. Dabei ist die Einbeziehung des Familiensystems ein wichtiger Faktor in der Arbeit akademischer Expertinnen und Experten in der Kinder- und Jugendlichenpflege.
Der Weiterbildungslehrgang entspricht der Sonderausbildung Kinder- und Jugendlichenpflege gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz.

Kurzprofil

Studienart:
Weiterbildungslehrgang (berufsermöglichend)
Studiendauer:
3 Semester
ECTS:
75
Abschluss:
Akademische Expertin / Akademischer Experte in der Kinder- und Jugendlichenpflege
Standorte:
Studienplätze/Jahr:
33
Aufnahmetermine:
Der nächste Lehrgang startet im Oktober 2019. Alle Termine Bewerbung und Aufnahme betreffend werden den Bewerberinnen und Bewerbern rechtzeitig zugestellt.
Anmeldefrist:
1. Februar bis 31. Mai 2019
Voraussetzungen:
eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
Kosten:
Für Studierende fallen keine Kosten an.

Im Weiterbildungslehrgang Akademische Expertin bzw. Akademischer Experte in der Kinder- und Jugendlichenpflege eignen sich Studierende alle Kompetenzen an, welche zur Ausübung der Kinder- und Jugendlichenpflege erforderlich sind. Die in der Ausbildung bzw. dem Studium zur Gesundheits- und Krankenpflege bereits erworbenen fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenzen werden im Spezialbereich Kinder- und Jugendlichenpflege vertieft und erweitert. Die Vermittlung dieser Kompetenzen erfolgt im Rahmen eines wissenschaftlich fundierten Lehrgangs in Verbindung mit praktischen Übungen an der FH Gesundheitsberufe OÖ und an den Praktikumsstellen. In begleitenden Berufspraktika setzen Studierende die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unter fachlicher Anleitung um und festigen diese.

Der Weiterbildungslehrgang ist in Module gegliedert, die teilweise interdisziplinär angeboten wer-den. Das Curriculum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von fundierter theoretischer Ausbildung, Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug aus. Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrganges sind in der Lage, Kinder, Jugendliche und ihr Bezugssystem ganzheitlich und umfassend zu betreuen und dabei Wissen aus den verschiedenen Disziplinen zu verbinden. Sie haben gelernt, im beruflichen Alltag reflektiert, eigenverantwortlich und nach berufsethischen Grundsätzen zu handeln.

Schwerpunkte

Die Studienschwerpunkte setzen sich aus allgemeinen und berufsspezifischen pflegerischen und medizinischen Grundlagen sowie aus relevanten Inhalten aus Bezugswissenschaften zusammen:

  • Kinder- und Jugendlichenpflege in unterschiedlichen Handlungssituationen
    • das gesunde Kind
    • das Kind und sein Bezugssystem
    • das neugeborene Kind
    • das akut erkrankte Kind
    • das Kind in der Institution
    • das chronisch kranke Kind
    • das operierte Kind
    • das frühgeborene Kind
    • das infizierte Kind
    • das behinderte Kind
    • das lebensbedrohlich erkrankte Kind
    • das psychisch beeinträchtigte Kind
    • das sterbende Kind
  • anatomische und physiologische Besonderheiten bei Kindern
  • spezielle Pathologie im Kindes- und Jugendalter
  • spezielle rechtliche Grundlagen

Die Kinder- und Jugendlichenpflege arbeitet partnerschaftlich mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugssystem wie z. B. der Familie zusammen. Dies beinhaltet die Pflege und Betreuung bei körperlichen und psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, die Pflege und Ernährung von Neugeborenen und Säuglingen sowie die Pflege und Betreuung schwerkranker und sterbender Kinder sowie Jugendlicher. Die pflegerische Mitwirkung an der Erhaltung der Gesundheit, der Verhütung von Krankheiten im Kindes- und Jugendalter sowie an der primären Gesundheitsversorgung und an der Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen zählen ebenfalls zum Aufgabenbereich ausgebildeter akademischer Expertinnen und Experten. Der Einbezug der Eltern bzw. des Bezugssystems hat in der Kinder- und Jugendlichenpflege eine hohe Bedeutung, Information, Anleitung und Beratung sind integraler Bestandteil des Berufsbildes.

Tätigkeitsbereiche

  • in Kinderkliniken und Kinderabteilungen bzw. -stationen
  • in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen für Kinder und Jugendliche
  • in Behinderteneinrichtungen für Kinder- und Jugendliche
  • in der Kinderpalliativbetreuung
  • in der mobilen Kinderkrankenpflege
  • in Einrichtungen, die Gesundheitsförderung, Prävention und Beratung für Kinder und Jugendliche anbieten
  • in Primärversorgungszentren
  • in freiberuflicher Tätigkeit

Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen (Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege) sollten die Studierenden auch spezielle Begabungen und Interessen mitbringen. Dazu gehören zum Beispiel die Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen und die Bereitschaft zum intensiven Einbezug des Familiensystems. Eine gute Beobachtungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Anforderungen in der Kinder- und Jugendlichenpflege.

Anmeldefrist

Der nächste Lehrgang startet am 1. Oktober 2019.

Letzte Aktualisierung: 22. März 2019