Die Intensivpflege ist eine komplexe Spezialisierung der Gesundheits- und Krankenpflege, welche sich mit den anspruchsvollen Gesundheitserfordernissen von akut bzw. kritisch kranken Menschen und deren Familien befasst. Die Intensivpflegeperson ist unverzichtbar in der Anwendung von evidenzbasierter Pflege und stellt ein Kernmitglied im multiprofessionellen Team einer Intensivstation dar.

Der Weiterbildungslehrgang entspricht der Sonderausbildung Intensivpflege gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz.

Kurzprofil

Studienart:
Weiterbildungslehrgang (berufsermöglichend)
Studiendauer:
2 Semester
ECTS:
60
Abschluss:
Akademische Expertin / Akademischer Experte in der Intensivpflege
Standorte:
Aufnahmetermine:
Der nächste Lehrgang startet im Jänner 2020. Alle Termine Bewerbung und Aufnahme betreffend werden den Bewerberinnen und Bewerbern rechtzeitig zugestellt.
Anmeldefrist:
1. Juli bis 31. Oktober 2019
Voraussetzungen:
eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
Kosten:
Lehrgangsgebühr 5.550 Euro (1. Semester = Basisausbildung 2.650 Euro und 2. Semester = spezielle Zusatzausbildung 2.900 Euro) ÖH-Beitrag

Die Lehrveranstaltungstermine stehen hier zum Download zur Verfügung: Lehrveranstaltungstermine Intensivpflege

Im Weiterbildungslehrgang Akademische Expertin bzw. Akademischer Experte in der Intensivpflege eignen sich Studierende alle Kompetenzen an, welche in diesem Spezialbereich erforderlich sind. Die in der Ausbildung bzw. dem Studium zur Gesundheits- und Krankenpflege bereits erworbenen fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenzen werden im Spezialbereich vertieft und erweitert. Die Vermittlung dieser Fähigkeiten erfolgt im Rahmen eines wissenschaftlichen fundierten Lehrgangs in Verbindung mit praktischen Übungen an der FH Gesundheitsberufe OÖ und an den Praktikumsstellen. In begleitenden Berufspraktika wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unter fachlicher Anleitung zu vertiefen und umzusetzen.

Der Weiterbildungslehrgang ist in Module gegliedert, die teilweise interdisziplinär angeboten werden. Das Curriculum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von fundierter theoretischer Ausbildung, Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug aus. Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrganges sind in der Lage, kritisch Kranke ganzheitlich und umfassend zu betreuen und dabei Wissen aus den verschiedenen Disziplinen zu verbinden. Sie haben gelernt, im beruflichen Alltag reflektiert, eigenverantwortlich und nach berufsethischen Grundsätzen zu handeln.

Schwerpunkte

Die Studienschwerpunkt setzen sich aus allgemeinen und berufsspezifischen pflegerischen und medizinischen Grundlagen sowie aus relevanten Inhalten aus Bezugswissenschaften zusammen:

  • Spezielle Pflege in verschiedenen Intensivbereichen
  • Spezielle medizinische Grundlagen
  • Bezugswissenschaften (z.B. Medizin, Psychologie, Soziologie)
  • Selbst- und Sozialkompetenz
  • Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Berufspraktika

Die Intensivpflege umfasst die Beobachtung, Betreuung, Überwachung und Pflege von Schwerkranken sowie die Mitwirkung bei Anästhesie und Nierenersatztherapie. Im Rahmen der Intensivpflege stehen die Pflege bzw. intensive Langzeitpflege sowie die Mobilisation bei Schwerkranken und ateminsuffizienten Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Dabei hat das Intensivpersonal auch bei Reanimations- und Schocktherapie, Bronchialtoilette und Intubation sowie bei Anästhesie und Akutdialyse mitzuwirken.

Tätigkeitsbereiche

  • Intensivstationen aller Kategorien in Krankenanstalten
  • Überwachungsstationen, Überwachungseinheiten
  • in der mobilen Intensivpflege
  • in der intensiven Langzeitpflege
  • in freiberuflicher Tätigkeit

Der Weiterbildungslehrgang für Intensivpflege richtet sich an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, die bereits im Intensivbereich arbeiten oder eine derartige Tätigkeit anstreben.

Das 1. Semester (Basisausbildung) richtet sich zudem an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege aus der Kinderintensivpflege, der Anästhesiepflege und der Pflege bei Nierenersatztherapie.

Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen wie einem Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege, Bereitschaft zur Reflexion und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Berufspraxis sollen Studierende für diesen Lehrgang auch spezielle Begabungen und Interessen mitbringen. Dazu zählen die Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit bei Bedürfnissen von Schwerkranken aller Altersgruppen, aber auch die Bereitschaft interprofessionell und interdisziplinär mit den verschiedenen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten.

Eine hohe Flexibilität, Einfühlvermögen, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Anforderungen in der Intensivpflege.

Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2019