Ergonomieberatung im Büro des oö. LandeshauptmannsPresseaussendung

Ergotherapie-Studierende führen im letzten Semester an der FH Gesundheitsberufe OÖ mehrere Projekte zum Thema Ergonomie und Gesundheitsförderung durch. Dieses Jahr waren öffentliche und private oberösterreichische Kooperationspartner die Zielgruppe, wobei die Suche nach Einrichtungen oft im privaten Umfeld der Studierenden beginnt. Eine Studierendengruppe führte das Projekt sogar ins Büro von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

 Die Projektgruppe „Büro des Landeshauptmanns“ setzten sich aus den Ergotherapie-Studierenden sowie Mitarbeiterinnen des Empfangs, aus persönlichen Sekretärinnen und weiteren Büromitarbeiterinnen des oö. Landeshauptmann-Büros zusammen. Für die Ergotherapie-Studierenden war es eine tolle Möglichkeit, dieses Büro ergonomisch zu adaptieren und Beratungen durchzuführen.

Ergonomieprojekt über mehrere Wochen

Das Projekt dauerte mehrere Wochen, ausgehend vom Start der Vorbereitung im September über die Umsetzung bis zur Abschlusspräsentation am Studiengang Ergotherapie Ende Oktober 2019. Die Lösung individueller Problemstellungen am jeweiligen Arbeitsort der Betroffenen liegt immer im Fokus ergotherapeutischer Ergonomie-Beratungen. Dafür werden strukturierte Analysen von Arbeitsabläufen und Arbeitsumfeldern erstellt und persönlichen Ressourcen betrachtet. Darauf aufbauend werden unterstützende und belastende Faktoren herausgearbeitet. Maßnahmen, welche die Ergonomie am jeweiligen Arbeitsplatz verbessern und von den Betroffenen leicht umsetzbar sind, liegen dabei im Hauptfokus.

Dementsprechend waren die Termine im Projekt „Büro des Landeshauptmanns“ wie folgt gestaffelt: ein Termin zur Arbeitsplatzanalyse (in Anlehnung an die „Ergonomische Begutachtung von Sitzarbeitsplätzen – EBSI“, ein zweiter Termin mit den Mitarbeiterinnen vor Ort, um individuell auf diese Analyseergebnisse aufbauend Maßnahmen zur Verhaltens-/ und Verhältnisergonomie auszuarbeiten und ein dritter Termin zur Analyse der Umsetzung. In den Beispielfotos sind Teile dieser Maßnahmen erkennbar. Es erfolgten individuelle Anpassungen des (Sessel-)Mobiliars, wie zum Beispiel Höhen-/ und Tiefeneinstellungen der Bürostühle, die zu einer Veränderung der Körperhaltung beitragen. Dabei herauszuheben ist, dass alle Anpassungen gemeinsam mit den jeweils Betroffen und auf Basis deren Wissenstands bzgl. Ergonomie vorgenommen wurden, um eine möglichst breite Akzeptanz und Umsetzungsfreude zu erreichen. Ebenso wurden Einstellungen und Umsetzungen für andere Tätigkeiten und Arbeitsplätze vorgezeigt oder angeregt.

Besondere Ehre: das persönliche LH-Büro ergonomisch zu begutachten

Beim Projektstart und einer ersten Begehung im Landhaus Linz war Herr Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer zur großen Freude der Studierenden auch persönlich anwesend und sein Interesse war nach kurzem Gespräch mit den Studierenden so sehr geweckt, dass auch sein Arbeitsplatz unter die Lupe genommen werden durfte. So kam es dazu, dass zu den drei Terminen für die Mitarbeiterinnen vor Ort auch ein eigener Termin für den Landeshauptmann zur Ergonomieberatung seines persönlichen Arbeitsplatzes eingeplant wurde. Für die Studierenden war das einerseits eine besondere Ehre, aber auch eine gewisse Herausforderung, v.a. was die Terminkoordination betraf. „Das war schon ganz aufregend und überraschend“ hieß es dann bei den Endpräsentationen am Studiengang. Aus fachlicher Sicht fiel den Studierenden, folgendes auf: „Unser Herr Landeshauptmann hat schon einen ganz toll organisierten und ergonomisch optimierten Arbeitsplatz. Kleine Anpassungen und Empfehlungen, beispielsweise zur ergonomisch optimierten Aufstellung von Eingabegeräten, konnten wir ihm aber doch dazu geben.“

Gelungenes Projekt und super Feedback

Die Studierenden konnten über dieses Projekt ihre Professionalität sowie ihre Fachkompetenz steigern. Dies wurde durch die eigenständige Anwendung des Analyseinstruments sowie die individuell ausgearbeiteten Adaptierungen ermöglicht. Die Evaluierungen über Befragung nach der Maßnahmenumsetzung bei den Mitarbeiterinnen vor Ort unterstrichen diesen Eindruck. Die Teilnehmerinnen sprachen von Verbesserungen des Bewusstseins für Ergonomie am Büroarbeitsplatz, der regelmäßigen Durchführung ausgearbeiteter Übungen, der Beibehaltung der Anpassungen sowie von Verbesserung der Schmerzen im Kopf-/ und Nackenbereich. Für eventuell später auftretende Fragen, zum Beispiel bzgl. weiterer Arbeits-/ und Hilfsmitteln, wurde eine Kontaktaufnahme der Teilnehmerinnen mit den Studierenden vereinbart.

Ergonomieberatung im Büro des oö. Landeshauptmanns

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