Hier finden Sie die Presseaussendungen der FH Gesundheitsberufe OÖ.

Fotocredit: FH Gesundheitsberufe OÖ/(Werner Leutner) bzw. wie im Text angegeben

Jährlich findet der „Summer Course on the Use of Creativity and Occupational Therapy“ in Belgien statt. Veranstalter ist die Artevelde Hogeschool, die seit sechs Jahren ein Kooperationspartner der FH Gesundheitsberufe OÖ ist. In dieser Woche treffen sich jedes Jahr an die 100 Studierende und Lehrende aus 16 Ländern zu einer intensiven Auseinandersetzung über kreative Prozesse im Rahmen der Ausbildung zur Ergotherapie. Jedes Jahr nehmen um die 10 Personen der FH Gesundheitsberufe OÖ teil. In Workshops, die auf individueller Persönlichkeitsentwicklung basieren, findet ein kultureller Austausch statt. Es werden dabei verschiedene Sichtweisen über Gesundheit & Krankheit sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen der Ergotherapie diskutiert und Wissen vertieft.

Kreativität und Ergotherapie
Ergotherapie unterstützt Menschen bei der Erhaltung, Verbesserung oder Wiedererlangung ihrer individuellen Handlungsfähigkeit. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten stellen für ihre Klientinnen und Klienten ein Therapieangebot zusammen, das auf deren individuelle Situation abgestimmt ist. Die Ergotherapie ist in ihrem Berufsbild alltagsorientiert, was bedingt, dass gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten für die scheinbar banalsten Handlungen des Lebens individuelle Lösungen gefunden werden müssen. Dies erfordert hoch komplexes und professionelles Vorgehen – und vor allem kreative Problemlöse-Prozesse. Ergotherapeutisches Wissen und die Fähigkeit des Analysierens von individuellen Alltags-Situationen bilden gemeinsam die Basis für das therapeutische Handeln.
In der Kreativ-Woche in Belgien werden die „5 kreativen Denk-Ansätze“ nach Igor Byttebier als Grundlage gelehrt und angewendet. Dies dient dem Fokussieren auf den geforderten kreativen Problemlöse-Prozess der Therapie. Die Studierenden lernen dies in den Workshops zum Beispiel durch Anwendung von handwerklich-gestalterischen Techniken, welche in sich bereits Anforderung an hoch komplexes Tätig-Sein bergen. Weitere Themen in der Kreativ-Woche sind Inklusion durch Tanz-Workshops mit Menschen im Rollstuhl oder körperlichen Einschränkungen, Malen oder das Thema Zirkus mit Kindern zu erarbeiten, Musizieren ohne Instrumente, Schattentheater oder Theater-Workshops. Auf vielen Ebenen werden Möglichkeiten geschaffen, sich mit seiner persönlichen Ergotherapie-Identität auseinander zu setzen und Therapie-Ansätze kennen zu lernen. Einen wichtigen Punkt dabei stellen die Reflexions-Einheiten von Lehrenden für Studierende dar. Da die Eindrücke so vielfältig und manchmal auch überwältigend sind, braucht es hier eine enge Begleitung der Studierenden.

Kreatives Zusammenleben mit alltäglichen Herausforderungen
Die Rahmenbedingungen am Ort des Lernens fordern allen Beteiligten innovative Problemlösungen ab. Es gibt nur eine Grundstruktur durch die Zeitpunkte der Workshops. Das Zusammenleben „drum herum“ birgt seine alltäglichen Herausforderungen, da es auf engstem Raum stattfindet. Vieles muss durch die Beteiligten selber organisiert und umgesetzt werden. Dies führt zu ständigen Aushandlungsprozessen und macht kreative Lösungs-Prozesse ganz natürlich. Ein sehr intensiver interkultureller Austausch erfolgt täglich in den Abendstunden nach den Reflexionen der Workshops in der Studierenden-Bar. Jedes Land öffnet in der Woche einmal die Türen der Bar – inklusive Musik und Tanz. Am Morgen gibt es täglich ein „Aufwärmen“. Dies bedeutet einen gemeinsamen Start auf „körperlicher Tuchfühlung“, geleitet von Lehrenden oder Studierenden. Vorurteile und Vorbehalte können sich dabei kaum festsetzen – dafür ist keine Zeit! Die Teilnahme an dieser intensiven Woche ermöglicht und fördert unter anderem ein hohes Maß an Achtsamkeit, Gemeinschaftsgefühl, Respekt vor Wertehaltungen und Persönlichkeits-Strukturen anderer Kulturen. Es ist ein prägendes Erlebnis für alle Beteiligten. Die Kreativität als Mittelpunkt dieser Woche ist ein innovatives und mutiges Vorhaben. Es werden Brücken gebaut durch die internationalen Beteiligten. Eine offene Sichtweise ermöglicht immer neues Miteinander und kreative Umsetzung.
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sind von Berufs wegen unterstützend, um individuelle Lösungen für Alltags-Probleme zu finden. Kreative Lösungsansätze zu sehen ist hierbei ein wichtiger Ansatz für die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten. Dafür ist dieser „Summer Course“ im kleinen belgischen Ort Dworp eine ideale Gelegenheit, weshalb die FH Gesundheitsberufe OÖ dies auch jährlich fördert und aktiv daran teilnimmt.

kreative internationale Vernetzung in der Ergotherapie

jährliche Summer Course on the Use of Creativity and Occupational Therapy in Dworp
jährliche Summer Course on the Use of Creativity and Occupational Therapy in Dworp
Manuela Ludwig und Gerda Estl, Mitglieder Lehr- und Forschungspersonal Studiengang Ergotherapie, begleiten die Studierenden in Belgien
Manuela Ludwig und Gerda Estl, Mitglieder Lehr- und Forschungspersonal Studiengang Ergotherapie, begleiten die Studierenden in Belgien

 

Steyr. Nach fünfjährigem nebenberuflichen Studium an der Johannes Kepler Universität Linz konnte Mag. Dr. Margit Eidenberger, Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals Physiotherapie an der FH Gesundheitsberufe OÖ, Studiengang Physiotherapie, dieses nun mit einem Doktorat in Geistes- und Kulturwissenschaften abschließen. Ihr für einen Gesundheitsberuf ungewöhnlicher wissenschaftlicher Werdegang zeigt, dass es verschiedene Möglichkeiten der Qualifizierung für Forschung geben kann.

Für ihre Dissertation mit dem Titel „Schuhmacher – Handwerk in der Krise? Eine historische Analyse“ analysierte Margit Eidenberger die Entwicklung des Schuhmacherhandwerks in der österreich-ungarischen Monarchie ab 1870 sowie in der Ersten Republik. In der Arbeit wurde u. a. eine bis dato nicht-ausgewertete Quelle aus dem Jahr 1902 quantitativ bearbeitet, welche die Lebensumstände und die wirtschaftlichen Probleme des zu dieser Zeit am weitesten verbreiteten Handwerks der Doppelmonarchie zeigte. In einem weiteren qualitativen Teil wurden Interviews mit Schuhmachern in verschiedenen Bundesländern geführt, um die heutige Situation zu skizzieren.

Lehre – Praxis – Forschung und unterschiedliche Wege der Forschungsqualifizierung

Margit Eidenberger ist seit 2010 Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals am Studiengang Physiotherapie in Steyr und betreibt eine physiotherapeutische Praxis. Vor dem Doktoratsstudium absolvierte sie bereits nebenberuflich ein Magisterstudium der Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Als ausgewiesene Expertin in der Lymphdrainage zählt dieses Thema ebenso zu ihren Lehrveranstaltungen wie wissenschaftliches Arbeiten. Sie veröffentlichte bereits zahlreiche Beiträge in Journals und bei Kongressen und war an mehreren Forschungsprojekten des Studiengangs maßgeblich beteiligt (u.a. Manuelle Lymphdrainage bei angeborenen Gefäßstörungen, Einzelfallstudie in Kooperation mit dem Krankenhaus Steyr). Ihre umfassenden Kompetenzen in Lehre, Praxis und Forschung qualifizieren sie für ihre vielfältigen Tätigkeitsbereiche an der FH Gesundheitsberufe OÖ und v.a. für den wissenschaftlichen Sektor. Da Gesundheitswissenschaften nicht universitär verankert sind, bestehen verschiedene Wege, um eine akademische Qualifikation für die Forschung zu erwerben. Dies hat Margit Eidenberger eindrucksvoll bewiesen und durch das abgeschlossene Doktorat umfangreiche Methodenkompetenzen für selbständiges wissenschaftliches Arbeiten erworben, die sie nun einerseits in der Lehre mit der Gründung und Fortführung des Journal Clubs an der FH Gesundheitsberufe OÖ einsetzt, andererseits in der Praxis durch ihr Spezialgebiet der Lymphdrainage.

Neue Projekte

„Ein Dissertationsstudium nebenberuflich zu absolvieren, erfordert viel Engagement und Organisationsfähigkeit. Das schätze ich an Margit Eidenberger und gemeinsam gratuliert ihr das Physiotherapie-Team sehr herzlich“, gratuliert Standortleiterin Elisabeth Eckerstorfer, MA. Nach ihrer Promotion widmet sich Margit Eidenberger nun wieder vermehrt anderen wissenschaftlichen Projekten in Zusammenhang mit medizinischen und/oder hochschulausbildungsbezogenen Fragestellungen. Abgesehen von einer Übersichtsarbeit zum Thema „Patient Related Outcome Measures“ ist auch eine empirische Untersuchung zum Thema „E-Learning in der Physiotherapie“ geplant. „Mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Forschung, die die bestehenden Potentiale der Gesundheitsberufe wissenschaftlich festigt und entsprechend den sich wandelnden Anforderungen weiterentwickelt, wird die Bedeutung der Gesundheitsberufe wachsen“ bekräftigt Mag. Dr. Sylvia Öhlinger, Leitung Forschung und Entwicklung sowie Hochschulkollegium der FH Gesundheitsberufe OÖ die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Expertise in Gesundheitsberufen.

Doktortitel nach erfolgreicher langjähriger Forschung für Physiotherapeutin Margit Eidenberger

Eidenberger (2016)

Dieser Tage erhielten mehr als 300 Absolventinnen und Absolventen der FH Gesundheitsberufe OÖ ihre akademischen Grade und Sponsionsurkunden. Vertreter des Landes Oberösterreich, der Städte Linz, Steyr und Wels sowie zahlreiche Ehrengäste feierten gemeinsam mit der Geschäftsführung, der Kollegiumsleitung und dem Lehr- und Forschungspersonal die frisch gebackenen Gesundheitsprofis im festlichen Rahmen der Redoutensäle Linz.

Die akademischen Feiern fanden heuer auf Einladung von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landeshauptmann Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander in den Redoutensälen Linz statt. Die Landtagsabgeordneten Mag. Dr. Elisabeth Manhal und Ing. Mag. Regina Aspalter, Nationalratsabgeordnete Claudia Plakolm, Vizebürgermeister Wilhelm Hauser, Stadtrat Dr. Michael Schodermayer und Gemeinderat Almir Balihodzic beglückwünschten die frisch gebackenen Bachelor bzw. Master zu ihrer hervorragenden Bildungsinvestition in die Zukunft. Seitens der oö. Krankenhäuser gesellten sich Mag. Karl Lehner (Geschäftsführung Oberösterreichische Gesundheitsholding), Dr. Karl Lenz (stv. Kaufmännischer Direktor Kepler Universitätsklinikum) und Mag. Dietbert Timmerer (Geschäftsführer Klinikum Wels-Grieskirchen) zu den Gratulierenden. Auch die Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer, die Kollegiumsleitung Mag. Dr. Sylvia Öhlinger sowie alle Studiengangs- und Standortleitungen, Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals, Studiengangsassistenzen, zahlreiche Festgäste sowie Angehörige, Freunde und Partner feierten die neuen Gesundheitsprofis, musikalisch umrahmt vom Kepler-Quartett. Die Bachelor schlossen ihre praxisorientieren Studiengänge erfolgreich in sechs Semestern, die Master in vier Semestern ab. Durch das fundierte Studium und die akademischen Abschlüsse sind sie am Gesundheitsarbeitsmarkt sehr gefragt und durch die Verknüpfung von Theorie, Praxis, Wissenschaft und Forschung bestens auf die beruflichen Herausforderungen des Gesundheitswesens vorbereitet. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft!

Sponsionen der FH Gesundheitsberufe OÖ 2019

Seit Herbst 2018 bietet die FH Gesundheitsberufe OÖ das Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege an fünf Standorten in Oberösterreich an. Die darauf aufbauenden akademischen Weiterbildungslehrgänge zur Kinder- und Jugendlichenpflege sowie zur Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege haben am 1. Oktober 2019 am Med Campus V. gestartet.

Die FH Gesundheitsberufe OÖ bietet seit Herbst 2018 das Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege in Linz, Ried, Steyr, Vöcklabruck und Wels an. Um die notwendige Spezialisierungsausbildungen ebenfalls im tertiären Umfeld und aufbauend auf Bachelor bzw. Pflegediplom anbieten zu können, starten an der FH Gesundheitsberufe OÖ mit 1. Oktober 2019 die beiden akademischen Weiterbildungslehrgänge „Kinder- und Jugendlichenpflege“ sowie „Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege“ am Med Campus V. in Linz.

Kinder- und Jugendlichenpflege

Die Spezialisierung in der Kinder- und Jugendlichenpflege umfasst die Betreuung und Pflege erkrankter Kinder und Jugendlicher. Dabei ist die Einbeziehung des Familiensystems ein wichtiger Faktor in der Arbeit akademischer Expertinnen und Experten in der Kinder- und Jugendlichenpflege. Zugangsvoraussetzung ist eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege. Der Weiterbildungslehrgang entspricht der Sonderausbildung Kinder- und Jugendlichenpflege gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz und schließt nach knapp drei Semestern bzw. 75 ECTS mit dem „akademischen Experten“.

 Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege fokussiert ihr Handeln auf Individuen entlang deren gesamter Lebensspanne – von der Kindheit bis ins hohe Alter – Familien sowie Bevölkerungsgruppen, die gefährdet sind, eine psychiatrische bzw. neurologische Erkrankung oder ein psychisches und/oder neurologisches Gesundheitsproblem zu entwickeln und/oder zu haben. Zugangsvoraussetzung ist eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege. Der Weiterbildungslehrgang entspricht der Sonderausbildung Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz und schließt nach knapp drei Semestern bzw. 75 ECTS mit dem „akademischen Experten“.

Curricularer Aufbau

Beide Weiterbildungslehrgänge sind in Module gegliedert, die teilweise auch interdisziplinär angeboten werden. Das Curriculum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von fundierter theoretischer Ausbildung, Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug aus. Ca. ein Viertel der Studierenden schließt einen der Weiterbildungslehrgänge direkt an die Ausbildung im gehobenen Dienst bzw. das Bachelor-Studium an, ein Großteil der Studierenden hat aber zum Teil bereits langjährige Berufserfahrung in der Pflege.

Lehrgangsleitung Martha Böhm:

Das Gesundheitssystem benötigt unterschiedlichste Spezialistinnen und Spezialisten in der Gesundheits- und Krankenpflege. Für mich als Lehrgangsleitung ist es wichtig, dass die in der Ausbildung bzw. dem Studium zur Gesundheits- und Krankenpflege vorher bereits erworbenen fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenzen im jeweiligen Lehrgang zu Weiterbildung gezielt vertieft und erweitert werden. Die an der FH Gesundheitsberufe OÖ ausgebildeten akademischen Expertinnen bzw. akademischen Expertin sollen sowohl theoretisch als auch praktisch am letzten Stand der pflegerischen und medizinischen Entwicklung sein.“

Start der neuen akademischen Weiterbildungslehrgänge in der Gesundheits- und Krankenpflege

Martha Böhm, MSc, Lehrgangsleitung Weiterbildungslehrgänge
Foto: Kepler Universitätsklinikum

Mit dem aktuellen Wintersemester starten an der FH Gesundheitsberufe OÖ mehr als 600 Studierende in ihre erfolgreiche berufliche Zukunft. Begrüßt wurden die angehenden Gesundheitsprofis am 16. September 2019 beim traditionellen Welcome Day, heuer im Klinikum Wels-Grieskirchen, von LH Stv. Mag. Christine Haberlander, Klinikum-Geschäftsführer Mag. Dietbert Timmerer, FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer und dem Vorsitzenden der FH-Hochschulvertretung Maximilian Lindpointner.

Für das Studienjahr 2019/20 inskribierten mehr als 600 Studierende in den Bachelor-Studiengängen Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Hebamme, Logopädie, Physiotherapie und Radiologietechnologie sowie den Master-Programmen. Die Erstsemestrigen der Bachelor-Studiengänge wurden beim traditionellen Welcome Day heuer im Festsaal des Klinikums Wels-Grieskirchen begrüßt und von Mag. Sabine Dielacher und Emil Igelsböck, M.A., MEd (beides Studiengangsleitungen) charmant durch das Programm begleitet.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander betonte, dass in der Ausbildung an der FH Gesundheitsberufe OÖ den steigenden Anforderungen, die das immer komplexer werdende Gesundheitswesen an die Gesundheitsberufe stellt, bereits Rechnung getragen werde: „Interdisziplinarität und Interprofessionalität gewinnen an Bedeutung. Eine enge, berufsübergreifende Zusammenarbeit ist für die Behandlungsqualität der Patientinnen und Patienten von Vorteil, was aber auch eine Überwindung von gewohnten Schranken und einen Perspektivenwechsel bedeutet.“ Ein relativ neues Aufgabenfeld ergebe sich im Bereich der Stärkung der Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten. Neue wichtige Entwicklungsfelder für die Gesundheitsberufe sieht die Gesundheitsreferentin auch in den Primärversorgungszentren, wo es darum gehe, spezifischen Aufgaben in interdisziplinären Teams wahrzunehmen und aus dieser Perspektive unser Gesundheitswesen mitzugestalten und weiter zu entwickeln.

Klinikum-Geschäftsführer Mag. Dietbert Timmerer spannte in seiner Festansprache den Bogen von den früheren Akademien zur dynamisch gewachsenen FH, die nun die Hochschule für Gesundheitsberufe in OÖ ist, bis zum wichtigsten Erfolgskriterium, der direkten Anbindung der FH Gesundheitsberufe OÖ an die Gesundheitseinrichtungen der Träger.

Auch die FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer freute sich über die heuer besonders geballte Kraft an angehenden Gesundheitsberufen und die Energie, die sie mitbringen und die für das Gesundheitswesen wichtig ist. Sie betonte in ihrer Begrüßung, dass den Studierenden in den kommenden sechs Semestern zum Wohle der Patientinnen und Patienten einiges abverlangt wird, nicht nur der Erwerb fachlicher Expertise wird wichtig sein, sondern v.a. die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen und Empathie.

Im Anschluss informierten Mag. Dr. Sylvia Öhlinger als Leiterin des FH-Kollegiums und Alice Reiter, MBA als Vertretung der Studiengangsleitungen die Erstsemestrigen über die Organisation und den Studienbetrieb, gefolgt von Inputs der Hochschulvertretung (Maximilian Lindpointner) und einem Stimmungsbild über das Studium an der FH Gesundheitsberufe OÖ, präsentiert von drei Absolventinnen der Physiotherapie, die den Erstsemestrigen wünschten, ihre Studien erfolgreich abzuschließen, um später im Traumberuf tätig zu sein.

Schwungvoll begleitet wurde der heurige Welcome Day von den ebenfalls traditionellen musikalischen Einlagen der Logopädie-Studierenden. Gesundheit ist das Thema an der FH Gesundheitsberufe OÖ und entsprechend einem aktuellen Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung erhielt das Festpublikum einen Input von Glücksforscher Manfred Rauchensteiner.

Im Zuge des Welcome Day konnten alle Studierenden ihre Studienkolleginnen und Kollegen kennenlernen und ebenso mit Kollegium, Studiengangsleitungen, Lehrendenteams sowie die Geschäftsführung in Kontakt treten sowie Kontakte zur Hochschulvertretung knüpfen. Damit steht einem erfolgreichen Studienbeginn an der FH Gesundheitsberufe OÖ nichts mehr im Wege!

Mehr als 600 neue angehende Gesundheitsprofis an der FH Gesundheitsberufe OÖ – Welcome Day 2019

Welcome Day 2019: Mag. Dr. Sylvia Öhlinger, Mag. Dietbert Timmerer, Sr. Franziska Buttinger, LH Stv. Mag. Christine Haberlander, MMag. Bettina Schneebauer, Maximilian Lindpointner, Florian Reitmayr, Elisabeth Amschlinger

 

Im Oktober 2018 haben das Land OÖ und die OÖGKK gemeinsam mit allen Spitalsträgern und OÖ Krankenhäusern, der OÖ Ärztekammer, dem OÖ Roten Kreuz und der FH Gesundheitsberufe OÖ das Projekt „Der gelungene Patientenkontakt“ gestartet. Die FH Gesundheitsberufe OÖ war mit einer wissenschaftlichen Recherche am Projekt beteiligt und hat relevante Studien zu dieser Thematik im deutschsprachigen Raum analysiert.

Das Projekt wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit LH Stv. Mag Christine Haberlander sowie FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer, weiters OÖGKK-Obmann Albert Maringer, OÖGKK Direktorin Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer, Ärzekammer OÖ Präsident Dr. Peter Niedermoser, Geschäftsführer und OÖ Ordensspitäler Koordinations GmbH  Mag. Peter Ausweger, OÖ Gesundheitsholding Geschäftsführer Mag. Dr. Franz Harnoncourt, Rotes Kreuz Präsident Dr. Walter Aichinger, OÖ. und Rotes Kreuz Direktor Mag. Thomas Märzinger vorgestellt.

Quelle: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Seit Herbst 2018 können angehende Gesundheitsprofis an der FH Gesundheitsberufe OÖ Gesundheits- und Krankenpflege an mehreren Standorten in Oberösterreich studieren. Ein großer Standort ist am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck untergebracht. Neben dem regulären Studienbeginn im Herbst wird es hier ab Februar 2020 auch einen Sommersemester-Einstieg geben, um einen ganzjährigen Einstieg in den Studiengang zu ermöglichen.

Die Ausbildung im gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt seit der Gesetzesnovelle 2016 in drei Stufen: der einjährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz, der zweijährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz sowie dem sechssemestrigen Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege. Letzteres wird in Oberösterreich seit Herbst 2018 ausschließlich an der FH Gesundheitsberufe OÖ angeboten. Die Studienstandorte sind Linz, Ried, Steyr, Wels und Vöcklabruck. An diesen erfolgt die Gesamtumsetzung des Studiums sowie die praxisnahe Forschung. In den Lehrkrankenhäusern der Regionen finden die Praktika sowie der Lernbereich Training und Transfer statt. Dieses Regionalkonzept ermöglicht ein wohnortnahes Studium und durch die enge Anbindung an die Gesundheitseinrichtungen der Träger eine Vernetzung von Lehre, Praxis und Forschung auf hohem Niveau.

Studieren im Salzkammergut

In der Region Salzkammergut erfolgt der Lehr- und Forschungsbetrieb am Campus Gesundheit am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, Lehrkrankenhäuser sind Gmunden und Bad Ischl. Eine Arbeitsmarktanalyse hat einen deutlichen jahresumfassenden Bedarf in dieser Region aufgezeigt. Um eine bedarfsgerechte Versorgung der Region mit Absolventinnen und Absolventen zu gewährleisten, sind ab dem Wintersemester 2019/2020 jährlich zwei Studienstarts möglich, einmal im Wintersemester und einmal im Sommersemester. Dieser somit ganzjährige Einstieg in den Studiengang gewährleistet künftig ganzjährig Absolventinnen und Absolventen, die die Pflege und Gesundheitsförderung in der Region sichern werden.

Beruf mit vielen Möglichkeiten

Die moderne Gesundheits- und Krankenpflege umfasst die professionelle Pflege aller Menschen. Sie garantiert ein abwechslungsreiches und zukunftssicheres Berufsbild in einem ständig wachsenden und sich weiterentwickelnden Gesundheitssystem. Der Abschluss mit dem Bachelor of Science in Health Studies (BSc) ermöglicht einen direkten Berufseinstieg genauso wie Spezialisierung, z.B. im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpflege, im OP, im Management, in der Hochschullehre oder der Forschung.

LH-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander

Wir stehen. im Gesundheitsbereich vor großen personellen Herausforderungen – v.a. in der Pflege. Hier ist es besonders wichtig, durch zielgerichtete Maßnahmen mehr Menschen für den Beruf zu begeistern und eine gesicherte regionale Versorgung zu gewährleisten. Die FH Gesundheitsberufe trägt durch diese bedarfsorientierte Anpassung des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege in Vöcklabruck einen großen Teil dazu bei, die regionalen Fachkräfte der Zukunft auszubilden. Pflegeberufe sind zutiefst sinnstiftende Tätigkeiten, die viel Flexibilität bieten und viele Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung.

Mag. Stefanija Baier, MBA, Regionalleitung Vöcklabruck

Den Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege, die hoch und umfassend qualifiziert sind, steht ein breitgefächertes Spektrum an Einsatz- und Spezialisierungsmöglichkeiten offen. Das generalistische Studium bereitet die angehenden Health Professionals bestmöglich auf die Vielfalt und Bedeutung der Rolle der Pflege im Gesundheitswesen vor.

Mag. Heide Maria Jackel, MBA, Studiengangsleitung

Der praxisbezogene Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege beinhaltet 92 ECTS (= 2300 Stunden) Praxis und 88 ECTS (= 2200 Stunden) Theorie. Neben der fundierten, theoretischen Ausbildung, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, ist die kontinuierliche Verknüpfung mit der Praxis eine der größten Herausforderungen. Diverse pädagogisch, didaktische Konzepte wie das Skilltraining, Simulationen, Fallarbeiten, Fähigkeitentraining u.a. unterstützen uns dabei. Wir bilden „an der Basis für die Basis“ aus.

MMag. Bettina Schneebauer, Geschäftsführung FH Gesundheitsberufe OÖ

Durch den quasi doppelten Studienbeginn im Salzkammergut stellen wir den ganzjährigen Abgang von bestens ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern und –pflegerinnen sicher. Unsere Studierenden lernen im Studium mit-, von- und übereinander – interprofessionell und interdisziplinär – und so die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem ständig zu verbessern.“

Die Bewerbungszeit für den Sommersemester-Einstieg beginnt mit 2. September und endet mit 31. Dezember 2019. Der schriftliche Aufnahmetest findet am 15. Jänner 2020 statt.

https://www.fh-gesundheitsberufe.at/studieren/studienangebot/bachelor-studiengaenge/gesundheits-und-krankenpflege/

Nun auch im Sommersemester Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Gesundheitsberufe OÖ am Standort Vöcklabruck studieren

Gesundheits- und Krankenpflege

Seit Juli 2019 gibt es die Funktion der Forschungskoordination am Studiengang Physiotherapie. Vera Karner koordiniert in dieser Funktion alle Forschungsaktivitäten und das Forschungsteam des Studienganges.

Spannender neuer Aufgaben- und Verantwortungsbereich

Die Verknüpfung von Praxis, Lehre und Forschung und damit einhergehend die Entwicklung von Forschungsfragen und deren Beantwortung sind ein wesentliches Ziel am Studiengang Physiotherapie, welches durch die Besetzung dieser Stelle weiter vorangetrieben werden soll. Als Koordinatorin für F&E Aktivitäten am Studiengang Physiotherapie wird Vera Karner einerseits mit allen haupt- und nebenberuflichen Lehrenden in Forschungsprojekten zusammenarbeiten sowie bereits bestehende Kontakte zu Kooperationspartnern aus der Praxis, Wirtschaft und anderen Hochschulen nun auch im Bereich Forschung intensivieren. Andererseits wird sie in studiengangsübergreifende F&E-Projekte der FH Gesundheitsberufe OÖ involviert sein. Dabei liegt der Fokus u.a. auf der Einbindung von Studierenden in anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Studiengangs Physiotherapie. Die Akquise von Forschungsprojekten, das Einwerben von Drittmittelfinanzierungen und das Einreichen von Forschungsanträgen sowie die Unterstützung der Projektleitungen des Lehr- und Forschungspersonals bei der Vorbereitung und Durchführung von F&E-Projekten am Studiengang sind weitere Aufgabenbereiche dieser neuen Funktion. Neben ihrer koordinierenden Funktion wird Vera Karner künftig auch im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens in der Lehre tätig sein und die Einbindung von Bachelorarbeiten in F&E-Projekte forcieren.

Forschungsprojekte Physiotherapie

Im Studiengang Physiotherapie studieren knapp 300 angehende Gesundheitsprofis in Linz, Steyr und Wels. Begleitet werden diese von mehr als 30 hauptberuflich tätigen Mitgliedern des Lehr- und Forschungspersonals und dem Studiengangsleiter Emil Igelsböck, MAS, Med sowie den beiden Standortleiterinnen Mag. Dr. Iris Frenner, MSc. und Elisabeth Eckerstorfer M.A. Zurzeit laufen mehrere Forschungsprojekte am Studiengang. Gemeinsam mit den Studiengängen Ergotherapie und Logopädie sowie dem oö. Startup Rewellio GmbH wird die effektive Rehabilitation nach Schlaganfällen durch Virtual Reality unterstützte Therapie beforscht. In Kooperation mit dem LKH Steyr werden die Auswirkungen der Osteopressurbehandlung beim subakromialen Schmerzsyndrom untersucht oder mit der Firma Emporia die App-unterstützte Gesundheitsförderung von älteren Menschen näher betrachtet. Zusätzlich werden gemeinsam mit der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, der Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge sowie der Education Group, die physischen und psychischen Belastungen von Primarstufenlehrenden untersucht.

Praxisorientierte und wissenschaftliche Kompetenzen mit Auszeichnung

Vera Karner, Absolventin Radiologietechnologie und Physiotherapie an der FH Joanneum in Graz und der Hochschule Fulda, vertiefte ihr Wissen in evidenzbasierter Medizin im Masterstudiengang „Public Health“. Sie arbeitete als Physiotherapeutin in der Praxis und konnte bereits als studentische Koordinatorin sowie als Tutorin und Lehrbeauftragte Lehr- und Projekterfahrung sammeln. Für ihre Tätigkeit im Studierendenprojekt an der Hochschule Fulda, welches für das Mentoring-Programm, Tutorien und die Betreuung von internationalen Studierenden zuständig war, wurde sie im Mai 2019 mit dem „Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre“ vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Ihr umfangreiches Wissen zum Fachhochschulsystem, zu Studiengangsakkreditierungen und –evaluationen eignete sich Vera Karner durch ihr hochschulpolitisches Engagement in verschiedenen Gremien und als studentische Vertreterin der Hochschulen in der Kommission der ZEvA (Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover) an. Während ihres halbjährigen Erasmus-Forschungsaufenthalts an der Universität Jyväskylä in Finnland (Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften) unterstützte sie ein Forschungsprojekt im Bereich Exergaming (Computerspiele kombiniert mit körperlicher Aktivität) und wirkte bei der Erstellung von Metaanalysen mit. Nach fünfeinhalb Jahren ist sie nun nach Österreich zurückgekehrt und seit Juli Forschungskoordinatorin am Studiengang Physiotherapie.

Forschungskoordinatorin Physiotherapie an der FH Gesundheitsberufe OÖ

Vera Karner (F&E Koordinatorin Physiotherapie) und Emil Igelsböck

Seit Herbst 2018 bietet die FH Gesundheitsberufe OÖ das Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege an. Die darauf aufbauenden bisherigen Spezialisierungslehrgänge werden nun ebenfalls in Form von akademischen Weiterbildungslehrgängen in die FH überführt. Den Anfang machen mit Herbst 2019 die Lehrgänge Kinder- und Jugendlichenpflege sowie Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege. 2020 kommen dann gleich vier neue Lehrgänge dazu: Anästhesie-, Intensiv-, Kinderintensivpflege und Pflege im Operationsbereich.

Die FH Gesundheitsberufe OÖ bietet seit Herbst 2018 den Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege in Linz, Ried, Steyr, Vöcklabruck und Wels an. Um die darauf aufbauenden Spezialisierungsausbildungen ebenfalls im tertiären Umfeld anbieten zu können, starten an der FH Gesundheitsberufe OÖ ab Herbst 2019 die beiden akademischen Weiterbildungslehrgänge „Kinder- und Jugendlichenpflege“ sowie „Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege“ am Med Campus V. in Linz.

Anfang 2020 kommen dann gleich vier weitere berufsbegleitende akademische Pflege-Weiterbildungslehrgänge am Med Campus V. dazu (vorbehaltlich der Genehmigung durch das Land OÖ): Anästhesiepflege, Intensivpflege, Kinderintensivpflege und Pflege im Operationsbereich. Sie werden berufsbegleitend geführt und dauern zwei Semester. Wie alle Studienangebote der FH Gesundheitsberufe OÖ zeichnen sich auch die vier weiteren akademischen Lehrgänge durch ein modulares Curriculum und die perfekte Verbindung von Theorie mit hohem Praxisbezug aus. Die Weiterbildungslehrgänge entsprechen den Vorgaben der Gesundheits- und Krankenpflege Spezialaufgaben-Verordnung und den Erfordernissen der Praxis (erweiterte Qualifikation im Bereich Pflegewissenschaft und Pflegeforschung, evidenzbasiertes Fachwissen, starke Prozessorientierung). Alle Weiterbildungslehrgänge schließen mit dem akademischen Experten bzw. der akademischen Expertin ab. Die Lehrgangsgebühren sind unterschiedlich, wobei diese in den meisten Fällen durch den Dienstgeber übernommen werden. Der Studienbetrieb startet im Jänner 2020 (Lehrveranstaltungstermine siehe https://www.fh-gesundheitsberufe.at/studieren/studienangebot/weiterbildungslehrgaenge/), die Bewerbungen um Studienplätze sind bis 31. Oktober 2019 möglich (https://obs.fh-gesundheitsberufe.at/).

LH-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander
Pflegeberufe sind zutiefst sinnstiftende Tätigkeiten, die viel Flexibilität bieten und viele Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Dem trägt die FH Gesundheitsberufe OÖ mit ihrem bedarfsorientierten Studienangebot und diesen akademischen Weiterbildungen für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger Rechnung. Denn gut ausgebildete Fachkräfte tragen ganz wesentlich zur hohen Qualität der Pflegeversorgung in Oberösterreich bei.

MMag. Bettina Schneebauer, Geschäftsführung FH Gesundheitsberufe OÖ
Gerade in der Pflege ist es wichtig, genug Menschen für diese Berufe zu begeistern und die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen. Mit diesen neuen akademischen Weiterbildungslehrgängen decken wir – neben den bereits bestehenden wie Kinder- und Jugendlichenpflege und psychiatrische Pflege – das Sonderausbildungsspektrum in der Pflege ab. Unseren Absolventinnen und Absolventen stehen damit viele interessante Tätigkeitsbereiche in der Pflege offen.

Lehrgangsleiterin Martha Böhm, MSc
Das Gesundheitssystem benötigt unterschiedlichste Spezialistinnen und Spezialisten in der Gesundheits- und Krankenpflege. Und die an der FH Gesundheitsberufe OÖ ausgebildeten akademischen Expertinnen bzw. akademischen Expertin werden sowohl theoretisch als auch praktisch am letzten Stand der pflegerischen und medizinischen Entwicklung sein.

Informationen: 

Weiterbildungslehrgänge

weitere akademische Weiterbildungs-Lehrgänge in der Gesundheits- und Krankenpflege ab Jänner 2020

Martha Böhm, MSc
Fotocredit: Kepler Universitätsklinikum

Im Durchschnitt kommt es in Österreich alle sechs Minuten zu einem Schlaganfall. Dabei kommt es zu einem Ausfall von Funktionen des Zentralen Nervensystems, bedingt durch Störungen der Blutversorgung im Gehirn – mit weitreichenden Folgen von Lähmungen bis hin zu Sprachstörungen. Ziel der Rehabilitation danach ist es, die die Lebensqualität Betroffener zu steigern, um eine Teilhabe am aktiven Leben zu ermöglichen. Neben etablierten Therapiemethoden bieten Geräte der Unterhaltungselektronik einen neuen Ansatz, den die FH Gesundheitsberufe OÖ in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Startup Rewellio untersucht.

Ein Schlaganfall hat unterschiedliche Beeinträchtigungen zu Folge. Der Verlust der Bewegungsfähigkeit der oberen Extremität oder eines Beines bedeutet einen großen Leidensdruck und hohe Einschränkungen im täglichen Leben z.B. bei der Körperpflege aber auch bei der Bedienung von vielen alltagsüblichen Geräten. Neben Sprach- und Sprechstörungen haben Schluck- und Sehstörungen weitreichende Auswirkungen auf Betroffene. Die dadurch entstehenden Einschränkungen beim Sprechen, Essen und/oder Sehen führen zu einer verminderten Handlungsfähigkeit im Alltag (Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit und Erholung). Oft ist den Betroffenen dadurch eine adäquate gesellschaftliche Teilhabe nicht möglich und kommt es zu einer massiven Reduktion von Lebensqualität.

Ziel einer Rehabilitation von Schlaganfallpatienten ist daher, die Lebensqualität Betroffener wieder deutlich zu steigern. Neben der herkömmlichen Therapie kann auch der Einsatz von weitverbreiterter Unterhaltungselektronik (z.B. Smartphone, Tablet, Geräte zur Gestensteuerung oder Virtual Reality) zur Genesung der Betroffenen beitragen. Dadurch könnten Beeinträchtigungen gezielter therapiert, verminderte Handlungsfähigkeiten behoben, die Lebensqualität gesteigert und in weiterer Folge ein selbstbestimmtes Leben gefördert werden. Auch ökonomische Folgen könnten in vielen Fällen deutlich reduziert werden.

Gemeinsames Forschungsprojekt

Die FH Gesundheitsberufe OÖ und das oberösterreichischen Medizinprodukte-Startup Rewellio GmbH haben nun ein gemeinsames Forschungsprojekt zur effektiven Rehabilitation nach Schlaganfällen durch Einsatz von Virtual Reality in der Therapie gestartet. Durch die Darstellung der speziellen Anforderungen im Bereich Kognition und Logopädie, sowie durch die Unterstützung in der Konzeptionierung von Patientenprofilen durch die FH Gesundheitsberufe OÖ werden individuell an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasste Therapiekonzepte implementiert. Durch die Durchführung von Tests werden darüber hinaus die eingesetzten Methoden, die Funktionen und die Usability der Software getestet.

Das Projekt läuft bereits seit Winter 2018 und wird voraussichtlich im Frühling 2020 beendet sein. Das Projektteam ist transdisziplinär aus Expertinnen und Experten der Logopädie (Doris Detter-Biesl, MSc), Ergotherapie (Mag. Sabine Dielacher), Physiotherapie (Silvia Nowotny, MSc) und der Abteilung Forschung und Entwicklung (Dr. Bernhard Schwartz, MSc) zusammengesetzt. Georg Teufl, CEO von Rewellio, ist Softwareentwicklung und Physiotherapie-Absolvent der Akademie für Physiotherapie in Steyr. Nach weiteren Vertiefungen in den Bereichen Neurorehabilitation und Sportphysiotherapie gründete er nach fast zehnjähriger Tätigkeit als Physiotherapeut sein Unternehmen 2017 in Bad Ischl und bietet eine Software-Plattform an, die Schlaganfallpatienten bei der Genesung unterstützen soll.

Forschungsziel

Gemeinsames Ziel ist es, die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten zu verbessern, um die Lebensqualität Betroffener wieder deutlich zu steigern. Das soll vor allem durch die therapeutisch sinnvolle Verwendung von weitverbreiteter Unterhaltungselektronik wie z.B. Smartphone, Tablet, Geräte der Gestensteuerung und unter Einsatz von Virtual Reality – Lösungen erreicht werden. Dadurch soll neben der Unterstützung von stationären Therapien in Reha- und Gesundheitseinrichtungen vor allem Patientinnen und Patienten im ambulanten Bereich sowie im häuslichen Umfeld eine höhere Frequenz und mehr Therapiezeit ermöglicht werden. Durch eine erfolgreiche Rehabilitation wäre eine deutliche Steigerung der Lebensqualität und ein selbstbestimmteres Leben zu erwarten. Es wäre zu erwarten, dass Folgekosten, die durch die beschriebenen Beeinträchtigungen und die dafür erforderlichen aufwändigen Therapien sowie Patienten-Betreuung verursacht werden, reduziert werden. Die FH Gesundheitsberufe OÖ bringt in diesem Projekt ihre Expertise in der Konzeptionierung und Erstellung von Patientenprofilen, in der Analyse spezieller Anforderungen an kognitive und logopädische Trainings sowie in der Analyse und Konzeptionierung von bereichsübergreifenden Verbindungen mehrerer Therapie-Elemente ein. Dadurch ist es Rewellio möglich, essentielle und wissenschaftliche fundierte Elemente und Anforderungen in deren Anwendung zu implementieren. Durch die fortlaufenden Feedbackschleifen zwischen den zwei Projektpartnern ist es zusätzlich möglich, die Softwareanwendungen individuell an die Erfordernisse der Patientinnen und Patienten anzupassen, ohne diese durch zu detaillierte Umgebungen oder zu einfache Aufgaben zu über- oder unterfordern. Durch die wissenschaftliche Begleitung in der Testentwicklung, sowie durch die gemeinsame Optimierung der Funktion und Usability soll eine Therapieplattform entstehen, die sowohl die Anwenderinnen und Anwendern als auch die Therapeutinnen und Therapeuten unterstützt.

Erste Ergebnisse

Derzeit werden erste Testversionen für Übungen zur Verfügung gestellt und von den beteiligten Disziplinen erprobt. Dazu zählen praktische Tests durch betroffene Patientinnen und Patienten oberösterreichischer Rehabilitationseinrichtungen für den bereits als Medizinprodukt zugelassenen Teil der Software (Biofeedback), wie auch die Testungen neuer Features und Funktionen im Bereich der Sprach- und Kognitionstherapie.

Informationenhttps://www.fh-gesundheitsberufe.at/f-e/laufende-projekte/https://rewellio.com/rewellio-ties-knots-with-academia-to-boost-research-activities/, https://www.youtube.com/watch?v=bBLOlTrR8vg&feature=youtu.be (Rewellio Oculus VR)

Effektive Rehabilitation nach Schlaganfällen durch VR gestützte Therapie