Presseaussendungen

Hier finden Sie die Presseaussendungen der FH Gesundheitsberufe OÖ.

Fotocredit: FH Gesundheitsberufe OÖ/(Werner Leutner) bzw. wie im Text angegeben

Mit dem aktuellen Wintersemester starten an der FH Gesundheitsberufe OÖ mehr als 600 Studierende in ihre erfolgreiche berufliche Zukunft. Begrüßt wurden die angehenden Gesundheitsprofis am 16. September 2019 beim traditionellen Welcome Day, heuer im Klinikum Wels-Grieskirchen, von LH Stv. Mag. Christine Haberlander, Klinikum-Geschäftsführer Mag. Dietbert Timmerer, FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer und dem Vorsitzenden der FH-Hochschulvertretung Maximilian Lindpointner.

Für das Studienjahr 2019/20 inskribierten mehr als 600 Studierende in den Bachelor-Studiengängen Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Hebamme, Logopädie, Physiotherapie und Radiologietechnologie sowie den Master-Programmen. Die Erstsemestrigen der Bachelor-Studiengänge wurden beim traditionellen Welcome Day heuer im Festsaal des Klinikums Wels-Grieskirchen begrüßt und von Mag. Sabine Dielacher und Emil Igelsböck, M.A., MEd (beides Studiengangsleitungen) charmant durch das Programm begleitet.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander betonte, dass in der Ausbildung an der FH Gesundheitsberufe OÖ den steigenden Anforderungen, die das immer komplexer werdende Gesundheitswesen an die Gesundheitsberufe stellt, bereits Rechnung getragen werde: „Interdisziplinarität und Interprofessionalität gewinnen an Bedeutung. Eine enge, berufsübergreifende Zusammenarbeit ist für die Behandlungsqualität der Patientinnen und Patienten von Vorteil, was aber auch eine Überwindung von gewohnten Schranken und einen Perspektivenwechsel bedeutet.“ Ein relativ neues Aufgabenfeld ergebe sich im Bereich der Stärkung der Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten. Neue wichtige Entwicklungsfelder für die Gesundheitsberufe sieht die Gesundheitsreferentin auch in den Primärversorgungszentren, wo es darum gehe, spezifischen Aufgaben in interdisziplinären Teams wahrzunehmen und aus dieser Perspektive unser Gesundheitswesen mitzugestalten und weiter zu entwickeln.

Klinikum-Geschäftsführer Mag. Dietbert Timmerer spannte in seiner Festansprache den Bogen von den früheren Akademien zur dynamisch gewachsenen FH, die nun die Hochschule für Gesundheitsberufe in OÖ ist, bis zum wichtigsten Erfolgskriterium, der direkten Anbindung der FH Gesundheitsberufe OÖ an die Gesundheitseinrichtungen der Träger.

Auch die FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer freute sich über die heuer besonders geballte Kraft an angehenden Gesundheitsberufen und die Energie, die sie mitbringen und die für das Gesundheitswesen wichtig ist. Sie betonte in ihrer Begrüßung, dass den Studierenden in den kommenden sechs Semestern zum Wohle der Patientinnen und Patienten einiges abverlangt wird, nicht nur der Erwerb fachlicher Expertise wird wichtig sein, sondern v.a. die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen und Empathie.

Im Anschluss informierten Mag. Dr. Sylvia Öhlinger als Leiterin des FH-Kollegiums und Alice Reiter, MBA als Vertretung der Studiengangsleitungen die Erstsemestrigen über die Organisation und den Studienbetrieb, gefolgt von Inputs der Hochschulvertretung (Maximilian Lindpointner) und einem Stimmungsbild über das Studium an der FH Gesundheitsberufe OÖ, präsentiert von drei Absolventinnen der Physiotherapie, die den Erstsemestrigen wünschten, ihre Studien erfolgreich abzuschließen, um später im Traumberuf tätig zu sein.

Schwungvoll begleitet wurde der heurige Welcome Day von den ebenfalls traditionellen musikalischen Einlagen der Logopädie-Studierenden. Gesundheit ist das Thema an der FH Gesundheitsberufe OÖ und entsprechend einem aktuellen Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung erhielt das Festpublikum einen Input von Glücksforscher Manfred Rauchensteiner.

Im Zuge des Welcome Day konnten alle Studierenden ihre Studienkolleginnen und Kollegen kennenlernen und ebenso mit Kollegium, Studiengangsleitungen, Lehrendenteams sowie die Geschäftsführung in Kontakt treten sowie Kontakte zur Hochschulvertretung knüpfen. Damit steht einem erfolgreichen Studienbeginn an der FH Gesundheitsberufe OÖ nichts mehr im Wege!

Mehr als 600 neue angehende Gesundheitsprofis an der FH Gesundheitsberufe OÖ – Welcome Day 2019

Welcome Day 2019: Mag. Dr. Sylvia Öhlinger, Mag. Dietbert Timmerer, Sr. Franziska Buttinger, LH Stv. Mag. Christine Haberlander, MMag. Bettina Schneebauer, Maximilian Lindpointner, Florian Reitmayr, Elisabeth Amschlinger

 

Im Oktober 2018 haben das Land OÖ und die OÖGKK gemeinsam mit allen Spitalsträgern und OÖ Krankenhäusern, der OÖ Ärztekammer, dem OÖ Roten Kreuz und der FH Gesundheitsberufe OÖ das Projekt „Der gelungene Patientenkontakt“ gestartet. Die FH Gesundheitsberufe OÖ war mit einer wissenschaftlichen Recherche am Projekt beteiligt und hat relevante Studien zu dieser Thematik im deutschsprachigen Raum analysiert.

Das Projekt wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit LH Stv. Mag Christine Haberlander sowie FH-Geschäftsführerin MMag. Bettina Schneebauer, weiters OÖGKK-Obmann Albert Maringer, OÖGKK Direktorin Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer, Ärzekammer OÖ Präsident Dr. Peter Niedermoser, Geschäftsführer und OÖ Ordensspitäler Koordinations GmbH  Mag. Peter Ausweger, OÖ Gesundheitsholding Geschäftsführer Mag. Dr. Franz Harnoncourt, Rotes Kreuz Präsident Dr. Walter Aichinger, OÖ. und Rotes Kreuz Direktor Mag. Thomas Märzinger vorgestellt.

Quelle: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Seit Herbst 2018 können angehende Gesundheitsprofis an der FH Gesundheitsberufe OÖ Gesundheits- und Krankenpflege an mehreren Standorten in Oberösterreich studieren. Ein großer Standort ist am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck untergebracht. Neben dem regulären Studienbeginn im Herbst wird es hier ab Februar 2020 auch einen Sommersemester-Einstieg geben, um einen ganzjährigen Einstieg in den Studiengang zu ermöglichen.

Die Ausbildung im gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt seit der Gesetzesnovelle 2016 in drei Stufen: der einjährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz, der zweijährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz sowie dem sechssemestrigen Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege. Letzteres wird in Oberösterreich seit Herbst 2018 ausschließlich an der FH Gesundheitsberufe OÖ angeboten. Die Studienstandorte sind Linz, Ried, Steyr, Wels und Vöcklabruck. An diesen erfolgt die Gesamtumsetzung des Studiums sowie die praxisnahe Forschung. In den Lehrkrankenhäusern der Regionen finden die Praktika sowie der Lernbereich Training und Transfer statt. Dieses Regionalkonzept ermöglicht ein wohnortnahes Studium und durch die enge Anbindung an die Gesundheitseinrichtungen der Träger eine Vernetzung von Lehre, Praxis und Forschung auf hohem Niveau.

Studieren im Salzkammergut

In der Region Salzkammergut erfolgt der Lehr- und Forschungsbetrieb am Campus Gesundheit am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, Lehrkrankenhäuser sind Gmunden und Bad Ischl. Eine Arbeitsmarktanalyse hat einen deutlichen jahresumfassenden Bedarf in dieser Region aufgezeigt. Um eine bedarfsgerechte Versorgung der Region mit Absolventinnen und Absolventen zu gewährleisten, sind ab dem Wintersemester 2019/2020 jährlich zwei Studienstarts möglich, einmal im Wintersemester und einmal im Sommersemester. Dieser somit ganzjährige Einstieg in den Studiengang gewährleistet künftig ganzjährig Absolventinnen und Absolventen, die die Pflege und Gesundheitsförderung in der Region sichern werden.

Beruf mit vielen Möglichkeiten

Die moderne Gesundheits- und Krankenpflege umfasst die professionelle Pflege aller Menschen. Sie garantiert ein abwechslungsreiches und zukunftssicheres Berufsbild in einem ständig wachsenden und sich weiterentwickelnden Gesundheitssystem. Der Abschluss mit dem Bachelor of Science in Health Studies (BSc) ermöglicht einen direkten Berufseinstieg genauso wie Spezialisierung, z.B. im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpflege, im OP, im Management, in der Hochschullehre oder der Forschung.

LH-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander

Wir stehen. im Gesundheitsbereich vor großen personellen Herausforderungen – v.a. in der Pflege. Hier ist es besonders wichtig, durch zielgerichtete Maßnahmen mehr Menschen für den Beruf zu begeistern und eine gesicherte regionale Versorgung zu gewährleisten. Die FH Gesundheitsberufe trägt durch diese bedarfsorientierte Anpassung des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege in Vöcklabruck einen großen Teil dazu bei, die regionalen Fachkräfte der Zukunft auszubilden. Pflegeberufe sind zutiefst sinnstiftende Tätigkeiten, die viel Flexibilität bieten und viele Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung.

Mag. Stefanija Baier, MBA, Regionalleitung Vöcklabruck

Den Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege, die hoch und umfassend qualifiziert sind, steht ein breitgefächertes Spektrum an Einsatz- und Spezialisierungsmöglichkeiten offen. Das generalistische Studium bereitet die angehenden Health Professionals bestmöglich auf die Vielfalt und Bedeutung der Rolle der Pflege im Gesundheitswesen vor.

Mag. Heide Maria Jackel, MBA, Studiengangsleitung

Der praxisbezogene Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege beinhaltet 92 ECTS (= 2300 Stunden) Praxis und 88 ECTS (= 2200 Stunden) Theorie. Neben der fundierten, theoretischen Ausbildung, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, ist die kontinuierliche Verknüpfung mit der Praxis eine der größten Herausforderungen. Diverse pädagogisch, didaktische Konzepte wie das Skilltraining, Simulationen, Fallarbeiten, Fähigkeitentraining u.a. unterstützen uns dabei. Wir bilden „an der Basis für die Basis“ aus.

MMag. Bettina Schneebauer, Geschäftsführung FH Gesundheitsberufe OÖ

Durch den quasi doppelten Studienbeginn im Salzkammergut stellen wir den ganzjährigen Abgang von bestens ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern und –pflegerinnen sicher. Unsere Studierenden lernen im Studium mit-, von- und übereinander – interprofessionell und interdisziplinär – und so die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem ständig zu verbessern.“

Die Bewerbungszeit für den Sommersemester-Einstieg beginnt mit 2. September und endet mit 31. Dezember 2019. Der schriftliche Aufnahmetest findet am 15. Jänner 2020 statt.

https://www.fh-gesundheitsberufe.at/studieren/studienangebot/bachelor-studiengaenge/gesundheits-und-krankenpflege/

Nun auch im Sommersemester Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Gesundheitsberufe OÖ am Standort Vöcklabruck studieren

Gesundheits- und Krankenpflege

Seit Juli 2019 gibt es die Funktion der Forschungskoordination am Studiengang Physiotherapie. Vera Karner koordiniert in dieser Funktion alle Forschungsaktivitäten und das Forschungsteam des Studienganges.

Spannender neuer Aufgaben- und Verantwortungsbereich

Die Verknüpfung von Praxis, Lehre und Forschung und damit einhergehend die Entwicklung von Forschungsfragen und deren Beantwortung sind ein wesentliches Ziel am Studiengang Physiotherapie, welches durch die Besetzung dieser Stelle weiter vorangetrieben werden soll. Als Koordinatorin für F&E Aktivitäten am Studiengang Physiotherapie wird Vera Karner einerseits mit allen haupt- und nebenberuflichen Lehrenden in Forschungsprojekten zusammenarbeiten sowie bereits bestehende Kontakte zu Kooperationspartnern aus der Praxis, Wirtschaft und anderen Hochschulen nun auch im Bereich Forschung intensivieren. Andererseits wird sie in studiengangsübergreifende F&E-Projekte der FH Gesundheitsberufe OÖ involviert sein. Dabei liegt der Fokus u.a. auf der Einbindung von Studierenden in anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Studiengangs Physiotherapie. Die Akquise von Forschungsprojekten, das Einwerben von Drittmittelfinanzierungen und das Einreichen von Forschungsanträgen sowie die Unterstützung der Projektleitungen des Lehr- und Forschungspersonals bei der Vorbereitung und Durchführung von F&E-Projekten am Studiengang sind weitere Aufgabenbereiche dieser neuen Funktion. Neben ihrer koordinierenden Funktion wird Vera Karner künftig auch im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens in der Lehre tätig sein und die Einbindung von Bachelorarbeiten in F&E-Projekte forcieren.

Forschungsprojekte Physiotherapie

Im Studiengang Physiotherapie studieren knapp 300 angehende Gesundheitsprofis in Linz, Steyr und Wels. Begleitet werden diese von mehr als 30 hauptberuflich tätigen Mitgliedern des Lehr- und Forschungspersonals und dem Studiengangsleiter Emil Igelsböck, MAS, Med sowie den beiden Standortleiterinnen Mag. Dr. Iris Frenner, MSc. und Elisabeth Eckerstorfer M.A. Zurzeit laufen mehrere Forschungsprojekte am Studiengang. Gemeinsam mit den Studiengängen Ergotherapie und Logopädie sowie dem oö. Startup Rewellio GmbH wird die effektive Rehabilitation nach Schlaganfällen durch Virtual Reality unterstützte Therapie beforscht. In Kooperation mit dem LKH Steyr werden die Auswirkungen der Osteopressurbehandlung beim subakromialen Schmerzsyndrom untersucht oder mit der Firma Emporia die App-unterstützte Gesundheitsförderung von älteren Menschen näher betrachtet. Zusätzlich werden gemeinsam mit der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, der Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge sowie der Education Group, die physischen und psychischen Belastungen von Primarstufenlehrenden untersucht.

Praxisorientierte und wissenschaftliche Kompetenzen mit Auszeichnung

Vera Karner, Absolventin Radiologietechnologie und Physiotherapie an der FH Joanneum in Graz und der Hochschule Fulda, vertiefte ihr Wissen in evidenzbasierter Medizin im Masterstudiengang „Public Health“. Sie arbeitete als Physiotherapeutin in der Praxis und konnte bereits als studentische Koordinatorin sowie als Tutorin und Lehrbeauftragte Lehr- und Projekterfahrung sammeln. Für ihre Tätigkeit im Studierendenprojekt an der Hochschule Fulda, welches für das Mentoring-Programm, Tutorien und die Betreuung von internationalen Studierenden zuständig war, wurde sie im Mai 2019 mit dem „Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre“ vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Ihr umfangreiches Wissen zum Fachhochschulsystem, zu Studiengangsakkreditierungen und –evaluationen eignete sich Vera Karner durch ihr hochschulpolitisches Engagement in verschiedenen Gremien und als studentische Vertreterin der Hochschulen in der Kommission der ZEvA (Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover) an. Während ihres halbjährigen Erasmus-Forschungsaufenthalts an der Universität Jyväskylä in Finnland (Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften) unterstützte sie ein Forschungsprojekt im Bereich Exergaming (Computerspiele kombiniert mit körperlicher Aktivität) und wirkte bei der Erstellung von Metaanalysen mit. Nach fünfeinhalb Jahren ist sie nun nach Österreich zurückgekehrt und seit Juli Forschungskoordinatorin am Studiengang Physiotherapie.

Forschungskoordinatorin Physiotherapie an der FH Gesundheitsberufe OÖ

Vera Karner (F&E Koordinatorin Physiotherapie) und Emil Igelsböck

Seit Herbst 2018 bietet die FH Gesundheitsberufe OÖ das Bachelor-Studium Gesundheits- und Krankenpflege an. Die darauf aufbauenden bisherigen Spezialisierungslehrgänge werden nun ebenfalls in Form von akademischen Weiterbildungslehrgängen in die FH überführt. Den Anfang machen mit Herbst 2019 die Lehrgänge Kinder- und Jugendlichenpflege sowie Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege. 2020 kommen dann gleich vier neue Lehrgänge dazu: Anästhesie-, Intensiv-, Kinderintensivpflege und Pflege im Operationsbereich.

Die FH Gesundheitsberufe OÖ bietet seit Herbst 2018 den Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege in Linz, Ried, Steyr, Vöcklabruck und Wels an. Um die darauf aufbauenden Spezialisierungsausbildungen ebenfalls im tertiären Umfeld anbieten zu können, starten an der FH Gesundheitsberufe OÖ ab Herbst 2019 die beiden akademischen Weiterbildungslehrgänge „Kinder- und Jugendlichenpflege“ sowie „Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege“ am Med Campus V. in Linz.

Anfang 2020 kommen dann gleich vier weitere berufsbegleitende akademische Pflege-Weiterbildungslehrgänge am Med Campus V. dazu (vorbehaltlich der Genehmigung durch das Land OÖ): Anästhesiepflege, Intensivpflege, Kinderintensivpflege und Pflege im Operationsbereich. Sie werden berufsbegleitend geführt und dauern zwei Semester. Wie alle Studienangebote der FH Gesundheitsberufe OÖ zeichnen sich auch die vier weiteren akademischen Lehrgänge durch ein modulares Curriculum und die perfekte Verbindung von Theorie mit hohem Praxisbezug aus. Die Weiterbildungslehrgänge entsprechen den Vorgaben der Gesundheits- und Krankenpflege Spezialaufgaben-Verordnung und den Erfordernissen der Praxis (erweiterte Qualifikation im Bereich Pflegewissenschaft und Pflegeforschung, evidenzbasiertes Fachwissen, starke Prozessorientierung). Alle Weiterbildungslehrgänge schließen mit dem akademischen Experten bzw. der akademischen Expertin ab. Die Lehrgangsgebühren sind unterschiedlich, wobei diese in den meisten Fällen durch den Dienstgeber übernommen werden. Der Studienbetrieb startet im Jänner 2020 (Lehrveranstaltungstermine siehe https://www.fh-gesundheitsberufe.at/studieren/studienangebot/weiterbildungslehrgaenge/), die Bewerbungen um Studienplätze sind bis 31. Oktober 2019 möglich (https://obs.fh-gesundheitsberufe.at/).

LH-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander
Pflegeberufe sind zutiefst sinnstiftende Tätigkeiten, die viel Flexibilität bieten und viele Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Dem trägt die FH Gesundheitsberufe OÖ mit ihrem bedarfsorientierten Studienangebot und diesen akademischen Weiterbildungen für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger Rechnung. Denn gut ausgebildete Fachkräfte tragen ganz wesentlich zur hohen Qualität der Pflegeversorgung in Oberösterreich bei.

MMag. Bettina Schneebauer, Geschäftsführung FH Gesundheitsberufe OÖ
Gerade in der Pflege ist es wichtig, genug Menschen für diese Berufe zu begeistern und die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen. Mit diesen neuen akademischen Weiterbildungslehrgängen decken wir – neben den bereits bestehenden wie Kinder- und Jugendlichenpflege und psychiatrische Pflege – das Sonderausbildungsspektrum in der Pflege ab. Unseren Absolventinnen und Absolventen stehen damit viele interessante Tätigkeitsbereiche in der Pflege offen.

Lehrgangsleiterin Martha Böhm, MSc
Das Gesundheitssystem benötigt unterschiedlichste Spezialistinnen und Spezialisten in der Gesundheits- und Krankenpflege. Und die an der FH Gesundheitsberufe OÖ ausgebildeten akademischen Expertinnen bzw. akademischen Expertin werden sowohl theoretisch als auch praktisch am letzten Stand der pflegerischen und medizinischen Entwicklung sein.

Informationen: 

Weiterbildungslehrgänge

weitere akademische Weiterbildungs-Lehrgänge in der Gesundheits- und Krankenpflege ab Jänner 2020

Martha Böhm, MSc
Fotocredit: Kepler Universitätsklinikum

Im Durchschnitt kommt es in Österreich alle sechs Minuten zu einem Schlaganfall. Dabei kommt es zu einem Ausfall von Funktionen des Zentralen Nervensystems, bedingt durch Störungen der Blutversorgung im Gehirn – mit weitreichenden Folgen von Lähmungen bis hin zu Sprachstörungen. Ziel der Rehabilitation danach ist es, die die Lebensqualität Betroffener zu steigern, um eine Teilhabe am aktiven Leben zu ermöglichen. Neben etablierten Therapiemethoden bieten Geräte der Unterhaltungselektronik einen neuen Ansatz, den die FH Gesundheitsberufe OÖ in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Startup Rewellio untersucht.

Ein Schlaganfall hat unterschiedliche Beeinträchtigungen zu Folge. Der Verlust der Bewegungsfähigkeit der oberen Extremität oder eines Beines bedeutet einen großen Leidensdruck und hohe Einschränkungen im täglichen Leben z.B. bei der Körperpflege aber auch bei der Bedienung von vielen alltagsüblichen Geräten. Neben Sprach- und Sprechstörungen haben Schluck- und Sehstörungen weitreichende Auswirkungen auf Betroffene. Die dadurch entstehenden Einschränkungen beim Sprechen, Essen und/oder Sehen führen zu einer verminderten Handlungsfähigkeit im Alltag (Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit und Erholung). Oft ist den Betroffenen dadurch eine adäquate gesellschaftliche Teilhabe nicht möglich und kommt es zu einer massiven Reduktion von Lebensqualität.

Ziel einer Rehabilitation von Schlaganfallpatienten ist daher, die Lebensqualität Betroffener wieder deutlich zu steigern. Neben der herkömmlichen Therapie kann auch der Einsatz von weitverbreiterter Unterhaltungselektronik (z.B. Smartphone, Tablet, Geräte zur Gestensteuerung oder Virtual Reality) zur Genesung der Betroffenen beitragen. Dadurch könnten Beeinträchtigungen gezielter therapiert, verminderte Handlungsfähigkeiten behoben, die Lebensqualität gesteigert und in weiterer Folge ein selbstbestimmtes Leben gefördert werden. Auch ökonomische Folgen könnten in vielen Fällen deutlich reduziert werden.

Gemeinsames Forschungsprojekt

Die FH Gesundheitsberufe OÖ und das oberösterreichischen Medizinprodukte-Startup Rewellio GmbH haben nun ein gemeinsames Forschungsprojekt zur effektiven Rehabilitation nach Schlaganfällen durch Einsatz von Virtual Reality in der Therapie gestartet. Durch die Darstellung der speziellen Anforderungen im Bereich Kognition und Logopädie, sowie durch die Unterstützung in der Konzeptionierung von Patientenprofilen durch die FH Gesundheitsberufe OÖ werden individuell an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasste Therapiekonzepte implementiert. Durch die Durchführung von Tests werden darüber hinaus die eingesetzten Methoden, die Funktionen und die Usability der Software getestet.

Das Projekt läuft bereits seit Winter 2018 und wird voraussichtlich im Frühling 2020 beendet sein. Das Projektteam ist transdisziplinär aus Expertinnen und Experten der Logopädie (Doris Detter-Biesl, MSc), Ergotherapie (Mag. Sabine Dielacher), Physiotherapie (Silvia Nowotny, MSc) und der Abteilung Forschung und Entwicklung (Dr. Bernhard Schwartz, MSc) zusammengesetzt. Georg Teufl, CEO von Rewellio, ist Softwareentwicklung und Physiotherapie-Absolvent der Akademie für Physiotherapie in Steyr. Nach weiteren Vertiefungen in den Bereichen Neurorehabilitation und Sportphysiotherapie gründete er nach fast zehnjähriger Tätigkeit als Physiotherapeut sein Unternehmen 2017 in Bad Ischl und bietet eine Software-Plattform an, die Schlaganfallpatienten bei der Genesung unterstützen soll.

Forschungsziel

Gemeinsames Ziel ist es, die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten zu verbessern, um die Lebensqualität Betroffener wieder deutlich zu steigern. Das soll vor allem durch die therapeutisch sinnvolle Verwendung von weitverbreiteter Unterhaltungselektronik wie z.B. Smartphone, Tablet, Geräte der Gestensteuerung und unter Einsatz von Virtual Reality – Lösungen erreicht werden. Dadurch soll neben der Unterstützung von stationären Therapien in Reha- und Gesundheitseinrichtungen vor allem Patientinnen und Patienten im ambulanten Bereich sowie im häuslichen Umfeld eine höhere Frequenz und mehr Therapiezeit ermöglicht werden. Durch eine erfolgreiche Rehabilitation wäre eine deutliche Steigerung der Lebensqualität und ein selbstbestimmteres Leben zu erwarten. Es wäre zu erwarten, dass Folgekosten, die durch die beschriebenen Beeinträchtigungen und die dafür erforderlichen aufwändigen Therapien sowie Patienten-Betreuung verursacht werden, reduziert werden. Die FH Gesundheitsberufe OÖ bringt in diesem Projekt ihre Expertise in der Konzeptionierung und Erstellung von Patientenprofilen, in der Analyse spezieller Anforderungen an kognitive und logopädische Trainings sowie in der Analyse und Konzeptionierung von bereichsübergreifenden Verbindungen mehrerer Therapie-Elemente ein. Dadurch ist es Rewellio möglich, essentielle und wissenschaftliche fundierte Elemente und Anforderungen in deren Anwendung zu implementieren. Durch die fortlaufenden Feedbackschleifen zwischen den zwei Projektpartnern ist es zusätzlich möglich, die Softwareanwendungen individuell an die Erfordernisse der Patientinnen und Patienten anzupassen, ohne diese durch zu detaillierte Umgebungen oder zu einfache Aufgaben zu über- oder unterfordern. Durch die wissenschaftliche Begleitung in der Testentwicklung, sowie durch die gemeinsame Optimierung der Funktion und Usability soll eine Therapieplattform entstehen, die sowohl die Anwenderinnen und Anwendern als auch die Therapeutinnen und Therapeuten unterstützt.

Erste Ergebnisse

Derzeit werden erste Testversionen für Übungen zur Verfügung gestellt und von den beteiligten Disziplinen erprobt. Dazu zählen praktische Tests durch betroffene Patientinnen und Patienten oberösterreichischer Rehabilitationseinrichtungen für den bereits als Medizinprodukt zugelassenen Teil der Software (Biofeedback), wie auch die Testungen neuer Features und Funktionen im Bereich der Sprach- und Kognitionstherapie.

Informationenhttps://www.fh-gesundheitsberufe.at/f-e/laufende-projekte/https://rewellio.com/rewellio-ties-knots-with-academia-to-boost-research-activities/, https://www.youtube.com/watch?v=bBLOlTrR8vg&feature=youtu.be (Rewellio Oculus VR)

Effektive Rehabilitation nach Schlaganfällen durch VR gestützte Therapie

Arbeitsbedingte physische Belastungen bei Lehrerinnen und Lehrer sind sehr häufig und betreffen oft den Bewegungsapparat. Diese treten nicht erst nach vielen Berufsjahren, sondern bereits bei Studierenden während der Praktikumsphasen in der Ausbildung auf. Aus diesem Grund haben die FH Gesundheitsberufe OÖ, die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz, die Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge (LKUF) und die Education Group GmbH ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet, um die physischen und psychischen Belastungen von Primarstufenlehrpersonen zu ermitteln und Handlungsmaßnahmen daraus abzuleiten.

Physische und psychische Belastungen im Bereich der Lehre an Primarstufen werden heutzutage in vielen Studien thematisiert. So zeigen sich psychische Belastungen bereits bei Studierenden während der Praktikumsphasen. Die arbeitsbedingten physischen Belastungen bei Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe haben weltweit je nach Region eine Prävalenz von 32 bis 67%. Die drei am häufigsten betroffenen Körperregionen sind der Nacken (39 bis 69%), der untere Rücken (38 bis 48%) sowie die Schultern (28 bis 73%). Der durchschnittliche Beschwerdebeginn liegt dabei zwischen 30. und 40. Jahren.

Bisher keine Daten für Oberösterreich

Obwohl die Belastung von Primarstufenlehrerpersonen bereits für verschiedenste internationale Regionen durchgeführt wurde, liegen für den oberösterreichischen Raum derzeit keine vergleichbaren Daten vor. Um die Zusammenhänge zwischen physischen (insbesondere muskuloskelettalen Beschwerden) und psychischen Belastungen von Primarstufenlehrpersonen evaluieren zu können, wurde das Forschungsprojekt „BelaPrim“ durch die Kooperationspartner FH Gesundheitsberufe OÖ (Bachelor-Studiengang Physiotherapie; Unternehmensleitung Forschung und Entwicklung) und Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (Institut für Forschung und Entwicklung) ins Leben gerufen. Geleitet wird das Projekt von Peter Hoppe, MHPE, Physiotherapeut und hauptberuflich Lehrender am Studiengang. Direkter Ansprechpartner bei der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz ist HS-Prof. OStR Mag. Dr. Emmerich Boxhofer.

Peter Hoppe:

„Die Arbeitsplatzsituation von Primarschullehrerinnen und –lehrern charakterisierst sich durch viele Besonderheiten. Insbesondere durch die enormen Körpergrößenunterschiede zwischen den Kindern und dem Lehrpersonal werden oftmals für den Lehrkörper physiologisch bedenkliche Körperhaltungen eingenommen. Das Projekt BelaPrim ermöglicht uns zu verstehen wie sich dieser Umstand auf die Entstehung von muskuloskelettalen Beschwerden auswirkt. Durch unseren Kooperationspartner die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz können erfreulicherweise auch die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit bzw. Zufriedenheit untersucht werden“

Emmerich Boxhofer:

„Das Projekt BELAPRIM ermöglicht uns, Auswirkungen der derzeitigen Arbeitsplatzumgebungen von Primarstufenlehrerinnen und -lehrern hinsichtlich der physischen und psychischen Belastungen wissenschaftlich zu evaluieren. Durch die Kooperation mit der
FH Gesundheitsberufe OÖ erhalten wir dabei die Möglichkeit, den Arbeitsplatz Schule gesamtheitlich zu betrachten, um so in Zukunft noch besser auf die Erfordernisse unserer Lehrerinnen und Lehrer eingehen zu können. Durch die Erstellung von Handreichungen, die basierend auf den Projekterkenntnissen erstellt werden können, hoffen wir einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit im Lebensumfeld Schule leisten zu können.“

 Forschungsziel

Ziel dieses Projekts ist es, die berufsbedingten physischen und psychischen Belastungen von Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe in Oberösterreich zu erheben. Mit Hilfe einer landesweit durchgeführten Onlinebefragung werden dabei die Zusammenhänge zwischen physischen und psychischen Belastungen ermittelt, weiter die Zusammenhänge zwischen Aktivitätsumfang und Belastung und den Körperbewegungen/Körperhaltungen der Lehrpersonen. Darüber hinaus liegt der Fokus des Projekts auf der Erhöhung der gesundheitsbezogenen Selbstkompetenz. Dazu wurde eine Vollerhebung der physischen und psychischen Belastungen bei Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe in Oberösterreich mit einem neuen Fragebogen durchgeführt, der auf Basis wissenschaftlicher Vorstudien erstellt wurde (553 oberösterreichischen Volkschulen, ca. 2.700 Lehrpersonen).

Erste Ergebnisse

Obwohl die Ergebnisse der Hauptstudie derzeit noch nicht vorliegen, zeigen die Ergebnisse einer vorangeschalteten Pilotstudie, dass es sich bei der Tätigkeit von Primarstufenlehrerinnen und –lehrern physiologisch betrachtet um eine hochdynamische Tätigkeit handelt. Ob im Schneidersitz, im Vierfüßlerstand, im Hocken, Stehen und Gehen, es gibt fast keine Körperhaltung die vom Lehrpersonal nicht eingenommen wird. Dabei werden oft physiologisch bedenkliche (z.B. gekrümmte) Körperhaltungen eingenommen, die in Verbindung mit der Entwicklung von muskuloskelettalen Beschwerden stehen. Die Ergebnisse der Hauptstudie werden Information darüber geben ob dies zutrifft oder nicht. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2020.

Wertvolle Kooperation

Das Projekt stellt eine bedeutende Zusammenarbeit zwischen den beiden Kooperationspartnern dar. Dabei liegen die Kompetenzen der FH Gesundheitsberufe OÖ mit dem Bachelor-Studiengang Physiotherapie sowie der Abteilung Forschung und Entwicklung auf den Bereich der physischen Belastungen, die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (Institut für Forschung und Entwicklung) wiederum hat Expertisen in der psychischen Belastungsforschung bei Lehramtsstudierenden. Neben der gemeinsamen Entwicklung des Fragebogens bilden die FH Gesundheitsberufe OÖ zusammen mit der Privat Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz eine neue Publikationsgruppe. In einem nächsten Schritt ist von beiden Kooperationspartnern ein Folgeprojekt gemeinsam mit der Educatio Group GmbH und der Lehrer-, Kranken und Unfallfürsorge OÖ (LKUF) im Gespräch. Dabei soll auf Basis der festgestellten Belastungen ein geeignetes Programm zur Belastungsreduktion entwickelt und den Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe zur Verfügung stellt werden.

BelaPrim – physische und psychische Belastungen von Primarstufenlehrerinnen und -lehrern

Bild zu BelaPrim, shutterstock_142995124 (reduzierte Größe)
Bild zu BelaPrim, shutterstock_142995124 (reduzierte Größe)

 

 

 

weitere Informationen:

laufende Projekte

https://www.schule.at/portale/volksschule/detail/umfrage-physische-und-psychische-belastungen-von-primarstufenlehrerinnen.html

Education Group GmbH

Lehrer-, Kranken- und Unfallfürsorge 

Wir alle sitzen zu viel und zu lange – und das nicht nur im Beruf. Daraus ergeben sich Beschwerden im Bewegungsapparat sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Für den Büroalltag wären höhenverstellbare Tische für Steharbeitsplätze ein möglicher Lösungsansatz, den die FH Gesundheitsberufe OÖ gemeinsam mit der BAWAG Group in einem aktuellen Projekt erforscht.

Innerhalb der letzten Jahrzehnte kam es zu einer deutlichen Zunahme der im Sitzen verbrachten Zeit. Da lange tägliche Sitzzeiten vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg (z.B. länger als 45 Minuten am Stück) in Verbindung zu zahlreichen Krankheiten stehen und diese durch sportliche Aktivität nicht vollständig kompensiert werden können, gibt es zahlreiche Initiativen, um Sitzzeiten im täglichen Leben zu reduzieren. Eine Möglichkeit dazu ist die Implementierung von höhenverstellbaren Tischen, die es erlauben entweder im Sitzen oder im Stehen zu arbeiten. Da der Großteil des Tages am Arbeitsplatz verbracht wird, hat sich die Einbindung dieser Tischformen am Arbeitsplatz als besonders attraktiv herausgestellt.

Gemeinsames Projekt

Die BAWAG Group hat mit der FH Gesundheitsberufe OÖ als innovativem Forschungspartner ein Projekt gestartet, welches Erfolgsfaktoren für die Verwendung von Stehtischen erheben soll. Da innerhalb eines Standortwechsels der BAWAG Group eine Vielzahl an Personen (mehr als 1000) gleichzeitig mit höhenverstellbaren Tischen ausgestattet wurden, kann dieser Umzug im Rahmen dieser Studie wissenschaftlich genutzt werden. Denn obwohl viele international publizierte Studien positive Effekte dieser Tischtypen aufzeigen konnten, gibt es starke Unterschiede in der Höhe der Effekte (z.B. Wieviel kann die Sitzzeit der pro Tag reduziert werden? In welchem Ausmaß können Rücken- oder Nackenschmerzen mittel- oder langfristig reduziert werden?) solcher Interventionen. Das Projekt läuft bis April 2021 und wird von Bernhard Schwartz, Forschungskoordinator der FH Gesundheitsberufe OÖ, geleitet. Bernhard Schwartz hat Sportgerätetechnik, Gesundheits- und Rehabilitationstechnik sowie Sportwissenschaften studiert und im Bereich der Büroergonomie promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Reduktion langanhaltender Sitzzeiten im beruflichen Umfeld, der Durchführung klinischer Studien sowie auf dem Einsatz von modernen Technologien wie z.B. Wearables oder MHealth-Anwendungen (Gesundheits-Apps).

Von Seiten der BAWAG Group ist Alexander Wegl Projekt Verantwortlicher und Ansprechpartner. Alexander Wegl hat Integriertes Sicherheitsmanagement und Wissensmanagement studiert, und im Zuge dessen die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft vollzogen. Durch die berufliche Auseinandersetzung mit den Themen Arbeitnehmerschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung wurde das Interesse an Ergonomie geweckt.

Bernhard Schwartz:

„Das Projekt „Sitzen – Stehen – Fit: machen Sie mit“ ist eine Möglichkeit den Forschungsbereich „sedentary behaviour“ national wie auch international wissenschaftlich zu fördern. Durch die einzigartige Konstellation – die zeitgleiche Umstellung von traditionellen auf elektrisch höhenverstellbare Arbeitsplätze bei einer so großen Anzahl an Personen – ermöglicht es bestehende Fragestellungen der Wissenschaft und Gesellschaft hinsichtlich der Effizienz und Auswirkungen solcher Interventionen zu beantworten. Wir freuen uns über unsere Forschungskooperation mit der BAWAG Group und wären sehr froh wenn dieses Projekt weitere Firmen auf dieses Thema aufmerksam macht. Nur so können wir noch intensiver in diesem Bereich forschen um die Büroergonomie auch in Österreich maßgeblich zu fördern.“

Alexander Wegl:

„Die Studie „Sitzen – Stehen – Fit: machen Sie mit“ bietet uns die einmalige Chance, durch den Einsatz neuartiger und ergonomischer Arbeitsplätze, die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und eine österreichische Hochschule in der Forschung zu unterstützen. Das Projekt formt eine perfekte Symbiose zwischen Gesundheit, Wirtschaft und Wissenschaft. Von der Studie erhoffen wir uns wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse zu den gesetzten Maßnahmen und die Sensibilisierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich der Themen Ergonomie und Bewegung. Damit einhergehend sehen wir die Studie als Anknüpfungspunkt für zukünftige interne und externe Projekte zu den Themenkreisen Ergonomie, Bewegung, Arbeitnehmerschutz und Gesundheitsförderung.

Studienziel

Ziel dieser longitudinalen Studie ist die Identifikation von Erfolgsfaktoren für die Nutzung höhenverstellbarer Arbeitsplätze in Büroumgebungen. Um besser verstehen zu können, welche Faktoren (z.B. Tätigkeit, Geschlecht, Alter) den Erfolg von höhenverstellbaren Rahmenfaktoren am Arbeitsplatz maßgeblich beeinflussen können und wie sich diese auf das Auftreten von muskuloskelettalen Beschwerden (z.B. Rücken- oder Nackenschmerzen) auswirken, ist im Zuge des Standortwechsels der BAWAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Standort “Hauptbahnhof” eine anonyme Online-Fragebogenerhebung geplant. Durch diese Befragung soll es zusätzlich möglich sein, regionale Unterschiede zum angloamerikanischen Raum in der Verwendung der Tische und somit den Effekt auf die Gesundheit aufzuzeigen. Ebenso sollen dabei auch die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen der höhenverstellbaren Tische auf muskuloskelettale Beschwerden (z.B. Rücken- oder Nackenschmerzen) untersucht werden.

Erste Ergebnisse

Da innerhalb der Studie zunächst die erste von insgesamt vier Befragungen zu verschiedenen Beobachtungszeitpunkten durchgeführt wurde, kann der Effekt die höhenverstellbaren Tische derzeit noch nicht dargestellt werden. Nichtsdestotrotz konnte die Analyse des ersten Beobachtungszeitpunkt (Baseline) schon wesentliche Sachverhalte aufzeigen die im Rahmen der internationalen Fachkonferenz „PREMUS 2019“ in Bologna vorgestellt werden. Exemplarisch können hierbei hochsignifikante Unterschiede in Prävalenz und Intensitätsraten von Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen zwischen Männern und Frauen genannt werden.

Sitzen – Stehen – Fit

laufende Projekte

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Die Sprache ist nicht nur eine wichtige Voraussetzung für die zwischenmenschliche Kommunikation sowie den Wissenserwerb, sprachliche Kompetenzen stellen v.a. eine zentrale Voraussetzung für eine aktive Teilhabe in der Gesellschaft dar. Es ist daher unabdingbar, Defizite im Spracherwerb im Kindergartenalter frühestmöglich zu diagnostizieren sowie zu behandeln.

Eine Früherkennung von Spracherwerbsstörungen und ein zeitnahes Angebot von daraus abgeleiteten geeigneten Maßnahmen können sekundäre Folgen von Störungen im Spracherwerb verhindern. Insbesondere Störungen, die die phonologische Ebene betreffen (wie phonologische Aussprachestörungen), stellen ein erhöhtes Risiko dar, Schwierigkeiten im Lese-Rechtschreib-Erwerb zu entwickeln. Im deutschsprachigem Raum geht man davon aus, dass ca. 16 % der Kinder im Alter von 3 – 8 Jahren bis zum Schuleintritt von einer Aussprachestörung betroffen sind. Auf Grund der hohen Nachfrage nach logopädischer Betreuung warten jedoch viele Kinder bis zu vier Monate, bevor eine Therapie gestartet werden kann.

Das Ziel einer Aussprachetherapie ist dann erreicht, wenn der Transfer des Gelernten in die Spontansprache gelingt. Um dies sicherzustellen, muss das Kind, das Wissen, wie der Laut gebildet wird bzw. wie sich der Laut anhört, automatisieren. In der Wirksamkeitsforschung der Kindersprachtherapie herrscht bis dato Uneinigkeit in den Bereichen Therapieintensität sowie der Interventionsdauer. Die Therapieintensität wird durch die Anzahl der sprachspezifischen Anteile und der verwendeten therapeutischen Handlungen innerhalb einer Therapieeinheit sowie der Therapiefrequenz bestimmt. Vor allem im Bereich der Therapiefrequenz sind Logopädinnen und Logopäden an das jeweilige, vom Kostenträger des betreffenden Landes vorgegebene Versorgungssystem gebunden. In Bezug auf die Interventionsdauer kann lediglich festgehalten werden, dass dies nicht für jedes Kind generalisiert werden kann. Einerseits können Langzeittherapien zur Stagnation im Therapieerfolg führen, andererseits gibt es Hinweise darauf, dass es bei zu kurzer Interventionsdauer zu keiner Festigung der erworbenen Fähigkeiten kommt. Daraus ergeben sich Unsicherheiten im therapeutischen Alltag in Bezug auf die Therapieintensität, die Interventionsdauer bzw. welche Grenzwerte erreicht werden sollten, um Generalisierungseffekte zu erreichen.

Gemeinsames Forschungsprojekt

Die FH Gesundheitsberufe OÖ hat deshalb das Projekt „ETKA – Einfluss einer Therapiepause bei Kindern mit phonologischer Aussprachestörung im Alter von 5 bis 6 Jahren“ gestartet. Das Projekt läuft bis Frühjahr 2021 und wird seitens FH Gesundheitsberufe OÖ von Doris-Detter-Biesl, MSc, Logopädin und hauptberuflich Lehrende am Studiengang Logopädie sowie Dr. Bernhard Schwartz, MSc BSC, Forschungskoordinator an der FH Gesundheitsberufe OÖ, geleitet. Partner sind Barbara Kraxberger (Leitung Abteilung Logopädie der Caritas für Kinder und Jugendliche) und Martina Bernegger (Leitung Logopädischer Dienst der Volkshilfe Gesundheits- und Soziale Dienste GmbH).

Gemeinsames Ziel

Das primäre Ziel der geplanten randomisierten kontrollierten Studie ist es, herauszufinden, wie sich eine 12-wöchige Therapiepause bei Kindern mit einer phonologischen Aussprachestörung im Alter von 5 – 6 Jahren auf die Übertragung des Gelernten in die Spontansprache auswirkt, wenn das Kind zu Beginn der Therapiepause den therapierten Laut (die therapierte Lautverbindung) zu 70 – 80 % in spontansprachlichen Situationen korrekt benützt, im Vergleich zu einer durchgehenden therapeutischen Intervention. Sekundär soll beobachtet werden, ob der Erwerb des Buchstabens einen positiven Einfluss auf den Transfer des gelernten Lautes in die Spontansprache hat. Es soll gezeigt werden, dass Kindern mit einer verzögerten phonologischen Entwicklung die Generalisierung des Gelernten in die Spontansprache nach Erreichen eines bestimmten Grenzwertes durch eine Therapiepause von 12 Wochen gelingt und dass daraus keine negativen Folgen für den Spracherwerb entstehen. Dadurch könnten in Zukunft logopädische Ressourcen effektiver genutzt, wodurch ohne zusätzliche Kosten mehr Kinder, bei gleichbleibender Qualität, therapiert werden könnten.

 Ethische Gesichtspunkte

Obwohl es im regulären Therapiealltag auch zu Therapiepausen kommen kann (z.B. durch Ferienzeiten) ist sich die FH Gesundheitsberufe OÖ ihrer ethischen Verantwortung in diesem Forschungsprojekt bewusst. Das Forschungsprojekt ETKA wurde durch das „Ethik- und Forschungskomitee“ der FH Gesundheitsberufe geprüft und wird im Laufe des nächstens Monats auf ClinicalTrials.gov registriert. Innerhalb der Studie werden sowohl Eltern als auch die betroffenen Kinder in den Rekrutierungsprozess eingebunden. Es besteht kein Risiko durch die Teilnahme an der Studie, da die betroffenen Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer nach Abschluss der Interventionsphase, sollte dies noch notwendig sein, wie üblich, die logopädische Betreuung bei einer freiberuflichen Logopädin/einem freiberuflichen Logopäden fortsetzten können.

Erste Ergebnisse

Da sich diese Studie noch in der Rekrutierungsphase befindet, liegen derzeit noch keine Ergebnisse vor.

 Informationen

https://www.fh-gesundheitsberufe.at/f-e/laufende-projekte/

Einfluss einer Therapiepause bei Kindern mit phonologischer Aussprachestörung im Alter von 5 – 6 Jahren (ETKA)

Fotocredit: Werner Barbara

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Der Trend zu einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung bietet sowohl für Großunternehmen – als auch für kleine und mittelständische Unternehmen in der Lebensmittelbranche großes Potential, ihre bestehenden Produkte zu adaptieren bzw. weiterzuentwickeln. Da es dabei jedoch öfters an entsprechenden internen Expertinnen und Experten fehlt, hat die FH Gesundheitsberufe OÖ nun gemeinsam mit einigen Unternehmen ein Qualifizierungsseminar entwickelt.

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Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2017