Von der Masterarbeit zur internationalen Fachpublikation

Die Forschungsarbeit von Absolventin Carola Kager wurde in der internationalen Fachzeitschrift Lasers in Medical Science veröffentlicht. Entstanden ist sie im Rahmen des Joint-Masterstudiengangs Applied Technologies for Medical Diagnostics (ATMD).
Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, ob violett-blaues Laserlicht das Wachstum ausgewählter Krankheitserreger hemmen kann. Diese spielen bei Wundinfektionen eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass wiederholte Bestrahlungen mit Licht einer Wellenlänge von 405 Nanometern das Wachstum von MRSA und Escherichia coli unter Laborbedingungen signifikant reduzieren können.
Erfolgreiches Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen
Die Publikation entstand auf Basis der Masterarbeit von Carola Kager und wurde durch die wissenschaftliche Betreuung von Manuel Holzer, Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals am Studiengang Biomedizinische Analytik und ATMD an der FH Gesundheitsberufe OÖ, weitergeführt. Die enge Kooperation mit der FH Oberösterreich und dem Medizinprodukthersteller Heltschl GmbH bildete dabei eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Forschungsprojekts.
Von der studentischen Arbeit zur internationalen Sichtbarkeit
Der Weg von der studentischen Forschungsarbeit zur internationalen Fachpublikation zeigt, wie Forschung im Hochschulkontext über das Studium hinaus Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig wird verdeutlicht, wie aus einer studentischen Idee durch professionelles Projektmanagement, fundierte Datenanalyse und die flexible Bereitstellung technologischer Prototypen eine wissenschaftlich relevante Publikation mit internationaler Sichtbarkeit entstehen kann.
Die wissenschaftliche Qualität der daraus hervorgegangenen Publikation wurde zudem mit der Auszeichnung für wissenschaftliche Publikationen 2026 von Biomed Austria gewürdigt. Dies zeigt die wissenschaftliche Relevanz der Arbeit und ihren erfolgreichen Transfer von einer Masterarbeit zur international begutachteten Fachpublikation.
Da es sich um eine In-vitro-Studie handelt, sind weitere Untersuchungen erforderlich, bevor eine mögliche klinische Anwendung beurteilt werden kann. Die Ergebnisse schaffen jedoch eine wertvolle Grundlage für die weitere Erforschung lichtbasierter, nicht-antibiotischer Strategien gegen relevante Wundkeime.


