Sustainability in Laboratories war Thema des BIP 2026

„Sustainability in Laboratories“ war das Thema des diesjährigen BIP-Programms im Bachelor Studiengang Biomedizinische Analytik. Wie bereits im vergangenen Jahr stand das Programm ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit.
In international gemischten Gruppen arbeiteten die Studierenden an Laborprojekten. Dabei spielten nicht nur die spezifischen Projektthemen eine Rolle, sondern auch der eigene Ressourcen- und Energieverbrauch. In Workshops wurden Green-Lab-Initiativen vorgestellt. Anschließend recherchierten die Studierenden selbstständig zu verschiedenen Fragen rund um Nachhaltigkeit, Abfallmanagement und den eigenen ökologischen Fußabdruck.
Wahrnehmungen zum Abfallmanagement
Die internationalen gemischten Erfahrungen der Studierenden zeigten, dass Abfallmanagement an unterschiedlichen Hochschulen und Institutionen unterschiedlich effizient organisiert ist. Das Abfallmanagement an der jeweiligen Heimathochschule wurde überwiegend positiv beschrieben, etwa durch klare Mülltrennung und strukturierte Abläufe. Schwächen zeigten sich vor allem in Stresssituationen oder bei unklarer Beschriftung.
Einfluss des eigenen Verhaltens
Auch das eigene Verhalten und dessen Einfluss auf die Umwelt wurden kritisch betrachtet. Dabei zeigte sich, dass viele Entscheidungen im Alltag eher aus Bequemlichkeit als aus tatsächlicher Notwendigkeit getroffen werden.
Als Lösungsansatz nannten die Studierenden viele kleine Maßnahmen, die gemeinsam eine große Wirkung entfalten können. Dazu zählen unter anderem die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, ein geringerer Fleischkonsum, regionales und Second-Hand-Einkaufen sowie das Einsparen von Energie.
Auch im Labor sahen die Studierenden konkrete Möglichkeiten, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Dazu gehören eine bessere Planung, nur wirklich nötige Wiederholungen bei Messungen, eine effiziente Nutzung von Geräten und ein bewusster Umgang mit Standby-Modi. Auch die Anpassung der Temperatur von Gefrierschränken auf -70°C anstatt -80°C, eine überlegte Stufendiagnostik sowie eine ressourcenschonende Einkaufsplanung von Verbrauchsmaterialien wurden thematisiert. Des Weiteren wurden alteingesessene Muster hinterfragt, da es bereits umweltschonende Alternativen zu Plastikverpackungen gibt.
Philosophische Reflexion
Zum Abschluss beschäftigten sich die Studierenden mit einer eher philosophischen Frage: Wie wissen wir, dass eine Veränderung tatsächlich eine Verbesserung ist?
„Eine Veränderung ist dann eine Verbesserung, wenn sie langfristig positive Auswirkungen hat.“
Nachhaltigkeit bedeutet dabei auch, dass eine Maßnahme dauerhaft umsetzbar ist und keine neuen Probleme verursacht.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass echte Veränderung nur durch kollektives Handeln möglich ist. Wirtschaftliche Interessen behindern oft nachhaltige Lösungen, während die moderne Gesellschaft stark mit klimaschädlichen Praktiken verflochten ist.
"Wir können definitiv etwas tun – aber es braucht ein Zusammenspiel aus individuellem Verhalten, gesellschaftlichem Engagement und politischen Maßnahmen."
Fazit: Handlungsaufforderung und Hoffnung
Die Recherche-Arbeiten zeigen damit nicht nur Herausforderungen auf, sondern richten den Blick auch auf konkrete Handlungsmöglichkeiten und gemeinsame Verantwortung:
"Es ist an uns, Verantwortung zu übernehmen – für uns selbst und für die Generationen nach uns. Kleine Schritte können große Wirkung entfalten – wenn viele sie gehen."


