Studiengang Hebamme bei internationaler Konferenz in Malmö vertreten

Das heurige Motto der 31. Internationalen Konferenz für gesundheitsfördernde Krankenhäuser und Gesundheitsdienste (HPH) in Malmö lautete: „Schaffung nachhaltiger Gesundheitssysteme zur Förderung von Gesundheit, Gerechtigkeit und Resilienz in Zeiten globaler Krisen“. Mit ihrer Posterpräsentation „Taboo subject of miscarriage – mechanisms at the medical, social, and organisational level“ war Sarah Christl-Sebinger vom Studiengang Hebamme Teil der Konferenz und brachte ein wichtiges Thema rund um Versorgung, Sensibilität und Unterstützung nach Fehlgeburten in die Diskussion ein. In ihrem Beitrag ging es vor allem um den Handlungsbedarf im Gesundheitssystem.
Die Studie von Sarah Christl-Sebinger und Barbara Schildberger beleuchtet die oft unterschätzten Folgen von Fehlgeburten und macht auf bestehende Tabus aufmerksam. Obwohl rund 11 bis 15 Prozent aller Schwangerschaften in westlichen Ländern mit einer Fehlgeburt enden, wird das Thema nach wie vor wenig offen behandelt.
Basierend auf 14 qualitativen Interviews mit betroffenen Frauen zeigt die Untersuchung, dass Fehlgeburten als tiefgreifende und belastende Erfahrungen erlebt werden. Besonders im Gesundheitswesen treten zentrale Problembereiche zutage: Betroffene berichten von mangelnder Sensibilität, Verharmlosung sowie organisatorischen und räumlichen Defiziten. Diese Faktoren verstärken das Gefühl von Isolation und Tabuisierung.
Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld ist. Anerkennung des Verlusts, einfühlsame Kommunikation sowie gezielte Unterstützungsangebote können die Belastung deutlich verringern.
Die Autorinnen leiten aus ihren Ergebnissen konkrete Verbesserungsansätze ab: eine stärkere gesellschaftliche und medizinische Anerkennung von Fehlgeburten, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote sowie optimierte Rahmenbedingungen in der Versorgung. Ziel ist es, betroffenen Frauen mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Unterstützung zu ermöglichen.
Mit der Teilnahme an der internationalen HPH-Konferenz in Malmö brachte Sarah Christl-Sebinger dieses wichtige Thema in den internationalen Fachaustausch ein und setzte ein Zeichen für mehr Sensibilität und Unterstützung im Umgang mit Fehlgeburten.
Kontakt für fachliche Fragen
Mag.a Sarah Christl-Sebinger BSc
Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals, Forschungskoordination, International Coordination
FH-Prof.in Dr.in Barbara Schildberger MA
Studiengangsleitung, Kurie Studiengangsleitung, Forschungskoordination, Diversitätsbeauftragte*r




