Jahrestagung Lymphliga in Steyr

Lymphödem - leitliniengerechte Diagnostik und Therapie

Patient-reported Outcome Measures (PROMs) gewinnen in der Befundung und Evaluierung von Patientinnen und Patienten zunehmend an Bedeutung, weil sie den Gesundheitsstatus und die gesundheitsbezogene Lebensqualität erheben können. Außerdem sollen sie eine Patientenzentrierte Krankheits(früh)erkennung ermöglichen. Die steigenden 10-Jahresüberlebensraten bei Patientinnen und Patienten mit sekundären Beinlymphödemen führen zu einer erhöhten Notwendigkeit der Behandlung und Evaluierung von iatrogenen Schäden. Mittels einer systematischen Literatursuche konnten sechs krankheitsspezifische Fragebögen ermittelt werden, davon eine deutsche Übersetzung. Sowohl der Fokus, die Fragestellungen als auch die Bewertungsmodi waren sehr unterschiedlich, weiters gab es methodische Mängel. PROMs erlauben eine Früherkennung von Patientinnen und Patienten bzw. eine Abgrenzung zwischen „gesund“ oder „krank“ über eine längere Zeitperiode. Sie sind nötig, weil Personen mit Lymphödemen der unteren Extremität eine schlechtere Lebensqualität als diejenigen mit Ödemen der oberen Extremität aufweisen. Die mangelhafte Berichterstattung psychometrischer Daten und die häufig fragliche Validität zeigt den Bedarf an validierten, standardisierten Fragebögen, auch besonders in deutscher Sprache.

 

Beitrag von Frau Mag.a Dr.in Margit Eidenberger