Infotag 2020 an der FH Gesundheitsberufe OÖ

Start weiterer neuer akademischer Weiterbildungslehrgänge in der Gesundheits- und Krankenpflege

Erasmus Teaching

Ich bin gebeten, in diesem Newsletter etwas aus meiner persönlichen Erfahrung mit Erasmus Teaching zu berichten. Wo soll ich bloß beginnen, diese internationale Woche in Belgien zu beschreiben!? Dreimal war ich dabei – heuer im Herbst geht es erneut nach Dworp. Jedes Mal wieder bedeutet es einen Mut-Sprung meinerseits mich zu entscheiden teilzunehmen. Denn es fordert mich in meiner österreichischen Identität als Lehrende heraus, mich „intensivst“ einzulassen auf die belgische Kultur der kreativen Improvisation in einem europäischen Gemisch von zwischenmenschlicher Intensität Lehrender und Studierender –  im guten Sinne.

Ich bin mittlerweile vorbereitet auf Schlafentzug aufgrund andauerndem Austausch und Planung im Lehrenden-Team, Begleitung der Studierenden in intensiven persönlichen Prozessen und …. ob ich will oder nicht: täglichem Kontakt mit Spinnen, Käfern und krähenden Hähnen im Bett oder berittenen Pferden auf dem Campus, die aus dem „Nichts“ kommen und an uns vorbei jagen. Ob es warmes Wasser gibt oder nicht – das ist selten gewiss. Betten überzogen und Zimmer geputzt wird selber. Heuer weiß ich noch nicht, ob das Haus für die Lehrenden noch steht oder schon abgerissen wurde, weil geplant ist, es zu erneuern.

Das Schönste ist, dass jede und jeder, der dort ist, es wirklich will und gar nicht anders kann, als sich unablässig einzulassen. Der Platz in Dworp ist wunderbar eingebettet in die Natur und bietet in den Art-Rooms oder Dance-Rooms viel Platz und Möglichkeiten der Entfaltung.

80 – 90 Ergotherapie-Studierende sowie 10 – 20 Lehrende erhalten in dieser Woche eine internationale Perspektive unterschiedlicher europäischer Länder mit Fokus auf Kreativität in der professionellen Ergotherapeutischen Arbeit. Diese Kooperationen finden vor allem in den Workshops, Teachings und Reflexionen statt. Aber auch im gemeinsamen Betreiben der Bar – die „nächtlich“ von einer anderen Nation „geführt“ wird. Am „Cultural Evening“ zeigt sich jeder in seiner Landes-Tracht, mit Köstlichkeiten, Spezialitäten und Tänzen/Liedern seines Landes.

In den Workshops wird mittels „experience and exploration of the different creative media“ gearbeitet. Zum Beispiel sind dies Drama, Film, Photo, Tanz, Handwerk, und viele mehr. Die Inhalte enthalten immer Selbsterfahrung, Improvisation, kreatives Denken, Problem-Lösen und Handeln.  Dies führt alle Teilnehmenden an ihre persönlichen Grenzen, was einer intensiven Begleitung der Studierenden durch uns Lehrende bedarf.

Alle Studierenden arbeiten auch direkt mit „echten“ Klienten und Klientinnen. Es kommen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren, Erwachsene mit Körperbehinderungen und Senioren und Seniorinnen in die Workshops. Ein Tag ist immer direkt in Institutionen in Ghent und bietet noch mehr Einblick in Kultur und Arbeitsweise der Ergotherapie in Belgien. Dort werden die zuvor erworbenen kreativen Methoden direkt umgesetzt, diskutiert und reflektiert und der Campus besucht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Erlebnisse in meinen Auslands-Aufenthalten sehr bereichernd sind. Indem ich meine Komfort-Zone verlasse, engen Kontakt und Austausch mit Kollegen und Kolleginnen aus 8 bis 12 europäischen Ländern habe, wir kreativ konzipieren und lehren. Vor allem auch der Einblick in die Organisation von internationalen Projekten und die Gelassenheit und Improvisations-Freudigkeit finde ich jedes Mal wieder bemerkenswert spannend und ermutigt mich selber für meine Lehrtätigkeit und meine Projekte mit Studierenden. Neues kann immer erst entstehen, wenn wir die bekannten Wege verlassen. Ich kann es nur empfehlen!

Manuela Ludwig, MSc

ERASMUS DAYS 2019

Anfang des Semesters haben auch dieses Jahr wieder die jährlichen europaweiten Erasmus Days stattgefunden. An der FH Gesundheitsberufe OÖ war im Med. Campus VI. ein Infostand errichtet, zu dem vor allem die Studierenden des ersten und dritten Semesters strömten. Insbesondere der Ablauf einer ERAMUS+ Mobilität, sowie der finanzielle Aspekt waren von großem Interesse. Neben den organisatorischen Infos teilten Studierende ihre ganz persönlichen Auslandserfahrungen mit den Interessenten und konnten bestimmt dem einen, oder der anderen dieses Angebot schmackhaft machen.

ERASMUS+ an der FAU Erlangen-Nürnberg

Im Rahmen des internationalen Lehrenden Austauschprogramms konnten Doris Detter-Biesl und Elisabeth Haider Mitte des Jahres den Studiengang Logopädie an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg besuchen.
Sie hatten die Möglichkeit, sich einige Tage intensiv mit Kolleginnen und Kollegen des Studiengangs auszutauschen und das Cochlear-Implant-Centrum CICERO am Universitätsklinikum Erlangen kennen zu lernen. Der Studiengang hat eine enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum, was den Studierenden einen guten Transfer des Gelernten in die Praxis ermöglicht. Gerade der informelle Austausch und das Kennenlernen von „best practice“ Beispielen aus Lehre und Praktikum war sehr wertvoll. So konnten sie Erfahrungen und Lösungsansätze besprechen, neue Ideen entwickeln und für die Zukunft einen jährlichen Austausch fixieren.

Zweifache Auszeichnung für Unternehmensprojekt an der FH Gesundheitsberufe OÖ

Neue Technologien in der Physiotherapie

Dieser Fragestellung gingen Studierende der Lehrveranstaltung Gesundheitsförderung, Prävention und Ergonomie nach. Dabei erlangten sie durch den Besuch von drei innovativen Unternehmen einen Einblick, welche Technologien es denn schon gibt, wie diese bereits verwendet werden und welche Methoden der Messung vorliegen, um den sinnvollen Einsatz zu beurteilen.

Brustkrebs-Früherkennung

Unter der organisatorischen Leitung von Univ. Doz. Dr. Graf aus Steyr, in Kooperation mit der FH Gesundheitsberufe OÖ, Bachelor-Studiengang Radiologietechnologie und dem Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, erhielten Ende November, 145 Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen eine umfassende und vor allem zielgerichtete Fort- und Weiterbildung.

Aktuelle Inhalte aus den Bereichen Chirurgische Therapie des Mammakarzinoms, neueste Technologien und Alternativuntersuchungsmethoden, individuell angepasste Einstelltechnik, Strahlenschutz und Qualitätssicherung sowie aktuelle Fälle wurden vorgestellt und diskutiert.

„Wir freuen uns, dass wir am Campus Gesundheit des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Steyr eine derart zielgerichtete Fortbildung auf solch hohem Niveau bieten durften! Meiner Meinung nach das Wichtigste ist ständige Weiterbildung und gegenseitiger Austausch fachlicher Expertise. Die exzellenten Referentinnen und Referenten boten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr interessante, praxisorientierte Vorträge. Wir haben an diesem Tag sehr viel Neues erfahren und gehen damit gestärkt in die weitere Anwendung“, freut sich Mag. Christine Gabler, Standortleitung Bachelor-Studiengang Radiologietechnologie, Standort Steyr über den großen Zuspruch an dieser Fortbildung.

zusammenARBEIT im Fokus

Pflege-Expertenworkshop

Der heurige Pflege-Expertenworkshop im Rahmen des LTT (Lernbereich Training Transfer) war ein voller Erfolg. Die Studierenden konnten sich über das breite Tätigkeitsfeld der Pflege bei verschiedensten Experten und Expertinnen direkt am Studienstandort informieren. Von der psychiatrischen Pflege über Langzeitbetreuungseinrichtungen, Intensivstationen, OP, Anästhesie, der mobilen Pflege bis hin zur Neonatologie um nur einige Beispiele zu nennen. Insgesamt gab es 17 Stationen, welche die Studierenden bei diesem Workshop besuchten. Das Feedback spricht eine klare Sprache: Pflege hat nicht nur Zukunft, sondern auch viele Experten und Expertinnen!