Gesundheits- und Krankenpflege

Forschungsprojekte
- Gesundheits- und Krankenpflege Forschung und Entwicklung
Evaluation des Einsatzes von Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege auf Ausbildungsstationen im fünften und sechsten Semester
DetailsAusbildungsstationen als Brücke in die professionelle Pflegepraxis
Absolvent*innen des Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege übernehmen nach ihrem Berufseinstieg eine verantwortungsvolle Rolle im Gesundheitswesen. Als Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) tragen sie Verantwortung für die unmittelbare und mittelbare Pflege von Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlichen Versorgungssettings. Der Übergang von der Ausbildung in die berufliche Praxis stellt dabei eine zentrale Herausforderung dar, da von Berufseinsteiger*innen erwartet wird, rasch eine professionelle Pflegerolle einzunehmen und eine sichere, qualitativ hochwertige Patient*innenversorgung zu gewährleisten.
Ein vielversprechender Ansatz zur Unterstützung dieses Übergangs sind sogenannte Ausbildungsstationen. Dabei handelt es sich um ausgewählte klinische Stationen, auf denen Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege unter fachlicher Begleitung die Verantwortung für das Management sowie die Pflege und Betreuung von Patient*innen übernehmen. Ausbildungsstationen ermöglichen es, theoretisch erworbenes Wissen und praktische Fertigkeiten in einem authentischen Versorgungskontext anzuwenden und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, pflegerische Handlungskompetenzen zu stärken und die Studierenden gezielt auf den Berufseinstieg vorzubereiten.
Die Evaluation von Bildungsmaßnahmen hat in der Hochschulbildung eine lange Tradition und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Qualitätssicherung dar. Als Ausbildungsstätte für Gesundheitsberufe trägt die FH Gesundheitsberufe OÖ maßgeblich zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung bei. Evaluationsstudien liefern wichtige Erkenntnisse über Qualität, Outcome und Wirkung von Bildungsmaßnahmen. Die systematische Überprüfung von Ausbildungselementen, einschließlich der berufspraktischen Ausbildung, ermöglicht eine evidenzbasierte Weiterentwicklung von Lehr- und Lernkonzepten und trägt zur Erreichung definierter Ausbildungsziele bei.
Nationale und internationale Forschungsergebnisse zeigen, dass Lernstationen einen positiven Beitrag zur Entwicklung pflegerischer sowie interprofessioneller Kompetenzen leisten können. Vor diesem Hintergrund ist geplant, Ausbildungs- bzw. Lernstationen künftig verstärkt im Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege zu implementieren. Damit soll ein weiterer Beitrag zur Förderung professioneller Handlungskompetenz sowie zu einem erfolgreichen und nachhaltigen Berufseinstieg von Pflegeabsolvent*innen geleistet werden.
- Gesundheits- und Krankenpflege Forschung und Entwicklung
Vergiss mein nicht: Partizipative Entwicklung und Durchführung von School Nurse Praktika zum Thema Demenz und qualitative Evaluierung
DetailsIn Österreich leben Schätzungen zufolge rund 169.000 Menschen mit Demenz. Trotz dieser Verbreitung bleibt Demenz in der Gesellschaft häufig tabuisiert und stigmatisiert und Populärmedien verstärken negative Darstellungen. Die österreichische Demenzstrategie betont deshalb soziale Teilhabe und Selbstbestimmung als zentrales Ziel. Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen – insbesondere für Schüler*innen – können Wissen, Empathie und eine offene Haltung in der Gesellschaft stärken.
- Gesundheits- und Krankenpflege Forschung und Entwicklung
Digitale Aktivierungsplattform für informelle und formelle Betreuungspersonen in der Langzeitpflege: Eine prä-post-Studie mit Kontrollgruppe zur Untersuchung der personenzentrierten Versorgung
DetailsDie zunehmende Alterung der Bevölkerung und die steigende Zahl von Bewohner*innen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen stellen Langzeitpflegeeinrichtungen vor großen Herausforderungen. Bis 2030 werden in Österreich rund 42.000 zusätzliche Pflege- und Betreuungspersonen benötigt, um die Versorgungsqualität zu sichern. Gleichzeitig nehmen informelle Betreuungsressourcen, beispielsweise durch Angehörige, kontinuierlich ab. Dadurch wird die Bereitstellung individueller und alltagsnaher Betreuungsangebote zunehmend erschwert.
- Gesundheits- und Krankenpflege Forschung und Entwicklung
Positive Aspekte der Arbeit mit Menschen mit Demenz aus der Perspektive von Berufseinsteiger*innen für Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich – eine qualitative Studie
DetailsEs besteht ein großer und zunehmend wachsender Bedarf an gut ausgebildeten Pflegepersonen für eine qualitätsvolle Pflege von Menschen mit Demenz entlang der gesamten Versorgungskette des Gesundheitssystems. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass Pflegestudent*innen geringe Präferenzen haben, im Bereich Dementia Care zu arbeiten.
Communication skills in people with dementia - A scoping review of assessment tools and psychometrics (CoSDe)
DetailsAssessmentinstrumente zur Beurteilung kommunikativer Fähigkeiten von Menschen mit Demenz für Angehörige der Gesundheitsberufe: ein Scoping Review
Menschen, die von Demenz betroffen sind, erleben bereits im frühen Stadium der Erkrankung Beeinträchtigungen in ihren kommunikativen Fähigkeiten. Dadurch kann es zu Missverständnissen in täglichen Kommunikationssituationen mit den Angehörigen oder Betreuungspersonen kommen. Die Probleme in der sozialen Interaktion führen dazu, dass Menschen mit Demenz ihre sozialen Kontakte minimieren und weniger an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Die Aufrechterhaltung von Beziehungen auch mit Familienmitgliedern ist dadurch schwer möglich und kann zu einem sozialen Rückzug führen, der sich negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörige auswirken kann. Eine Möglichkeit dem sozialen Rückzug entgegenzuwirken ist die Intensivierung von Kommunikationsangeboten durch Familienmitglieder oder Betreuungspersonen. Um Dialoge aufrecht zu erhalten, ist es entscheidend, kommunikative Fähigkeiten gezielt zu erfassen und zu beurteilen.
- Gesundheits- und Krankenpflege Forschung und Entwicklung
Nachhaltige betriebliche Integration von Pflegefachkräften aus Drittstaaten (Philippinen) in der OÖ-Langzeitpflege
DetailsInternationale Pflegepersonen (unter anderem von den Philippinen) sind für Österreich essenziell, um die Versorgungsqualität in der Langzeitpflege sicher zu stellen. Vor diesem Hintergrund werden sie für die OÖ-Langzeitpflege auch gezielt angeworben. Entscheidend dabei ist, dass internationale Pflegepersonen nicht einfach als Abhilfe für den Personalmangel herangezogen werden, sondern eine nachhaltige Integration (betrieblich, außerbetrieblich) und ihr Verbleib in Oberösterreich sichergestellt werden können. Eine unzureichende betriebliche Integration erweist sich meist als großer Unsicherheitsfaktor – sowohl für die internationalen Pflegepersonen als auch für ihre Arbeitskolleg*innen.
Evaluation des Einsatzes von Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege auf Lernstationen im fünften Semester - Pilotstudie
DetailsDer gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege trägt die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess. Gerade beim Berufseinstieg können sich neu graduierte Pflegende von dieser Verantwortung überfordert fühlen. Der Einsatz auf Lernstationen soll Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege in ihren pflegerischen Kompetenzen stärken und sie auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereiten. Lernstationen sind ausgewählte klinische Stationen, wo Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege die Verantwortung für das Management sowie die Pflege und Betreuung der Patient*innen übernehmen, um das im Rahmen der theoretischen Ausbildung gelernte Wissen und die erworbenen Skills in der Praxis umzusetzen.
LICA - Lifecare Assistance in Ried im Innkreis
DetailsDie Gesellschaft hat die Pflicht und Schuldigkeit, eine immer älter werdende Bevölkerung gut zu versorgen und ihrem Wunsch, solange wie möglich zu Hause betreut zu werden, nachzukommen. Projekte wie das hier vorliegende müssen umgesetzt werden, um dieser Verpflichtung nachhaltig nachkommen zu können.
aktiChron ꟷ „voll aktiv trotz chronischer Erkrankung“
DetailsMenschen mit chronischen Erkrankungen benötigen Know-how für das Selbstmanagement ihrer Beschwerden. Dazu wird an der FH Gesundheitsberufe OÖ ein Programm zur nachhaltigen Edukation von chronisch Kranken entwickelt. Dieses besteht aus 6 Workshops im Gruppensetting, Einzelcoachings sowie regelmäßigen Gruppentreffen.
Einsatz von Robotertieren bei Menschen mit Demenz
DetailsMenschen mit Demenz entwickeln häufig Probleme mit anderen Menschen zu kommunizieren. Der Kontakt zu Haustieren ist für sie oft unkomplizierter. Daher werden Tiere eingesetzt, um soziale Interaktion und Wohlgefühl zu erreichen. Wenn dies aufgrund institutioneller Gegebenheiten nicht möglich ist, können Robotertiere zum Einsatz kommen. Es gibt bisher nur einen geringen Wissensstand über Reaktionen von Betroffenen sowie Beachtenswertes bzw. Vorgehensweisen beim Einsatz von Robotertieren bei Menschen mit Demenz.
- Gesundheits- und Krankenpflege Diätologie Ergotherapie Logopädie Physiotherapie Forschung und Entwicklung
Lica – „Wissenschaftliche Unterstützung bei der Weiterentwicklung einer digitalen Plattform (App) für pflegende Angehörige und Ein-Personen-Betreuer*innen“
DetailsBetreuung und Pflege findet in Österreich überwiegend im häuslichen Setting statt. Involviert sind dabei überwiegend pflegende Angehörige oder Personenbetreuer*innen. Erst in einem späten Stadium werden professionelle Pflegende und medizinische Professionisten beigezogen. Das stellt sowohl pflegende Angehörige als auch Personenbetreuer*innen vor vielfältige Herausforderungen.